Antifa Block auf Bündisdemo am 6. Mai

Am Samstag, den 6. Mai findet in Bochum eine Bündnisdemonstration von Gewerkschaften und anderen sozialen Initiativen unter dem Motto „Gemeinsam gegen Rechts – Gemeinsam für soziale Gerechtigkeit“ statt. Wir als Bochumer Antifa-Gruppen rufen zur Teilnahme an der Demonstration auf und werden am besagten Tag einen Block auf der Demo stellen. Los geht’s um 11:30 Uhr am Schauspielhaus. Im Folgenden findet ihr den Aufruf zum Antifa Block.

Bündnisdemo „Gemeinsam gegen Rechts - Gemeinsam für soziale Gerechtigkeit“ am 6. Mai in Bochum

Bündnisdemo „Gemeinsam gegen Rechts – Gemeinsam für soziale Gerechtigkeit“ am 6. Mai in Bochum

Auf in den Antifa Block! Nein zur AfD!

Wahlkrampf – same procedure as every Wahlkrampf?

In diesem Jahr sind die Straßenlaternen, Briefkästen und die Innenstadt Bochums wieder voll mit Wahlwerbung. Für die Landtagswahl in NRW (14. Mai) oder die Bundestagswahl (24. September) versuchen verschiedene Parteien für sich zu werben und tun in dieser Zeit so, als würden sie sich für die sozialen Probleme interessieren.

Neben diesem sinnlosen Spektakel gibt es noch ein weiteres Problem: Rechte Parteien wie NPD und AfD werden diese Zeit nutzen, um die gesellschaftliche Mitte weiter nach rechts zu rücken und Nationalismus sowie Rassismus salonfähig zu machen. Leider ist in diesem Wahlkampf im Gegensatz zu den vorherigen Wahlen davon auszugehen, dass mit der völkischen AfD eine rechte und nationalistische Partei sowohl in den Landtag als auch in den Bundestag einziehen wird.

Die AfD – Nationalismus als Alternative

Seit ihrer Gründung kennt die AfD nur noch eine Richtung: es geht nach rechts. Schon 2013 als sie sich noch als konservative “Professoren-Partei” gegen die Maßnahmen zur Euro-Rettung darstellte, war die Ausrichtung der Partei nationalistisch. Während Frauke Petry 2015 bei der Ablösung des ehemaligen Parteigründers als Parteichef Bernd Lucke noch als Gegenspielerin von rechtsaußen galt, wirkt sie heute im Vergleich zu einem Björn Höcke oder Jörg Meuthen fast schon gemäßigt. Heute ist die AfD eine eindeutig rechte Partei, und zwar von der Basis bis hinein in die Spitze. Rechte, rassistische, die NS-Zeit verharmlosende und antisemitische Aussagen sind bei der AfD keine Ausrutscher, sondern gewollte Provokationen. Damit will die Partei Stimmung bei Menschen erzeugen, die mit der jetzigen Politik aus verschiedenen Gründen nicht einverstanden sind. Sie tut dabei so, als würde sie eine radikale Alternative zu den herrschenden Parteien und “Eliten” sein – und dafür braucht sie immer wieder neue Provokationen, durch welche gekonnt verschleiert wird, dass auch die AfD keine ernstzunehmende Alternative anbietet.

Dabei ist die Lösung für die verschiedenen sozialen Probleme in der Gesellschaft bei der AfD anscheinend immer die gleiche: Nationalismus. Komplexe Zusammenhänge werden verkannt. Beispielsweise für die Flüchtlingsproblematik werden nicht etwa Verfolgung, Krieg oder Waffenexporte, nicht eine fehlende Zusammenarbeit der EU oder eine lähmende Bürokratie verantwortlich gemacht, sondern die Flüchtenden selbst, gerne mit Verweis auf eine vermeintlich fundamental andere Kultur.

Die Antwort auf eine globalisierte, von Migration geprägte Welt ist für die AfD ebenso nicht etwa ein friedliches und tolerantes Miteinander, sondern die Bewahrung des Eigenen in Abgrenzung zum Fremden. Ob Sprache, Religion oder Kultur, das Deutsche – was auch immer der*die Einzelne darunter versteht – gilt als Leitbild.

Wir sagen Nationalismus ist keine Alternative: die Antwort auf zunehmende Individualisierung kann nicht die Betonung eines herbeigesehnten, auf Abstammung basierenden Kollektivs sein, das es in der Reinheit, wie es sich die Nationalist*innen der AfD und anderer rechter Parteien wünschen, nie gab und nie geben wird.

Homophobie und Antifeminismus sind Alltag

Als Keimzelle der Gesellschaft sieht die AfD die deutsche Familie. Daher nimmt sie sich das Bild der traditionellen Familie zum Leitbild und fordert “mehr Kinder statt Masseneinwanderung”. Hier verbindet sich zum einen Familienpolitik mit rassistischer Ideologie, da es der AfD vor allem darum geht, deutsche Bilderbuchfamilien – also Mann, Frau und so viele Kinder wie möglich, aber doch bitte mindestens zwei an der Zahl – zu fördern. Damit werden gleichzeitig andere Lebensentwürfe, wie die Gleichstellung homosexueller Paare oder Paare ohne Kinderwunsch ausgeschlossen. Dazu passt auch, dass es immer wieder homophobe Äußerungen aus der Partei gibt. Auch wenn die Partei nicht geschlossen Homosexualität feindlich gegenübersteht, macht sie Menschen, die vom traditionellen Familienbild abweichen dennoch das Leben schwer. Das hat sich zum Beispiel bei den von der AfD unterstützten Protesten gegen Lehrpläne, die die Toleranz gegenüber verschiedenen sexuellen Ausrichtungen fördern sollten, gezeigt.

Auch die Forderung nach einer “Willkommenskultur für Neu- und Ungeborene” spiegelt den Wunsch der AfD wieder, das eigene Volk durch Geburten vor einer angeblichem “Umvolkung” und dem demographischen Wandel zu bewahren – und das ohne Rücksicht auf den individuellen Wunsch, Kinder zu gebären oder gar das Recht auf Verfügung über den eigenen Körper. Mit Hilfe rechter, konservativer und christlich-fundamentalistischer Netzwerke wie der “Zivilen Koalition” von Beatrix von Storch führt die AfD einen Kampf gegen die vermeintliche “Gender-Ideologie”. Damit richtet sich die AfD vor allem gegen die Gleichberechtigung der Geschlechter und die Selbstbestimmung der Frau. Sie wendet sich z.B. gegen das Aufweichen traditioneller Geschlechterrollen, worunter auch die Erwerbstätigkeit von Frauen fällt. Wenn es nach der AfD geht, sind Ehe und Mutterschaft die zwei erstrebenswertesten Ziele der modernen Frau. Dass dies mit der Lebensrealität der meisten Menschen heute kaum noch etwas zu tun hat, möchte sie anscheinend nicht wahrhaben.

Der Wahlkampf der AfD und was wir dagegen haben

Wenn die AfD Plakate klebt, Infostände durchführt und Flyer verteilt, dann macht sie damit mehr als nur Werbung für den kommenden Landes- und Bundestagswahlkampf. Sie erzeugt auch ein gesellschaftliches Klima, das für verschiedene benachteiligte Gruppen immer problematischer wird. Die Zahl der Angriffe auf Geflüchtete, die in den letzten Jahren massiv angestiegen ist, ist dabei nur die Spitze des Eisbergs.

Deshalb ist für uns, als Antifaschist*innen klar, dass wir etwas gegen die AfD und ihren Wahlkampf machen werden. Gerade weil es viele gute Gründe gegen die AfD gibt, die wir auf verschiedene Arten auch an die Öffentlichkeit tragen wollen, werden wir nicht müde, uns gegen rassistische und andere menschenfeindliche Ideen zu stellen. Wir werden dafür sorgen, dass die Positionen der AfD nicht ohne Protest und Widerspruch in der Öffentlichkeit verbreitet werden.

Kommt am 06. Mai in den Antifa Block!
11:30 Uhr | Schauspielhaus Bochum

Antifaschistische Aktion Bochum
Antifaschistische Linke Bochum
Autonome Antifaschist*Innen

Redebeitrag auf der 1. Mai-Vorabenddemo

Revolutionären 1. Mai-Vorabenddemo in BochumAm vergangenen Sonntag beteiligten sich etwa 400 Menschen unterschiedlicher Spektren an der Revolutionären 1. Mai-Vorabenddemo in Bochum. Ein ausführlicher Bericht folgt. Auf vielfachen Wunsch hin veröffentlichen wir hier schon einmal den Redebeitrag der Antifaschistischen Aktion Bochum, der auf der Vorabenddemo in Bochum gehalten wurde:

Die Zähne zeigt, wer das Maul auf macht

Wir leben in unruhigen Zeiten. Es gibt kaum ein Land, in dem rechte und rechtsradikale Parteien keinen großen Rückhalt innerhalb der Bevölkerung finden. Dabei nützt es nichts, mit dem Finger stets in die USA, nach Frankreich, Ungarn oder in die Türkei zu zeigen! Auch in Deutschland sind rassistische und rechtsradikale Meinungen schon längst wieder salonfähig. Auf das Geschrei dieser Faschisten kann es nur eine Antwort geben: erbitterten Widerstand!
Dabei reicht es nicht, hin und wieder eine Demonstration zu organisieren, denn Antifa ist mehr als nur ein Spaziergang hier und da im Sommer. Es ist verdammt nochmal notwendig, sich all den Hetzer*innen, all den Rassist*innen und all den Nazis, egal ob auf der Straße oder in den Parlamenten, entgegen zu stellen.

Rechte Gewalt trifft oft diejenigen in dieser Gesellschaft, die kaum Schutz von offizieller Seite erwarten können: wohnungslose Menschen, Migrant*innen, Menschen mit Behinderung, queere Menschen, Menschen mit vermeintlich fremden Religionen und Weltanschauungen. Alle, die nicht in das Weltbild brauner Kamerad*innen passen. Die Feindbilder der Faschist*innen haben sich seit der NS-Zeit kaum verändert. Doch oftmals sind all diese Menschen auf sich allein gestellt, wenn sie Opfer rechter Gewalt werden. Hier ist unsere Solidarität gefragt! Lasst die Menschen nicht allein, zeigt euch solidarisch, helft ihnen, wo ihr könnt und unterstützt alle Opfer und potentiellen Opfer des Faschismus.

“Gegen Nazis” scheint zunächst Konsens und Selbstbild der breiten Bevölkerung zu sein. Doch gibt es leider viel zu Viele, die bei rassistischen, sexistischen oder anderweitigen Übergriffen wegschauen. Schnell sieht man sich einer Übermacht an Eckenstehern und solchen, die angeblich von nichts wussten, gegenüber. Viel zu Viele verschließen immer noch die Augen vor rechtem Terror, vor grassierendem Rassismus und menschenfeindlichen Haltungen und Handlungen in den Parlamenten, aber auch im Alltag, in Freundeskreisen und Familien. Interveniert, wenn ihr rassistische Übergriffe bemerkt, steht den Opfern rassistischer Gewalt zur Seite, zeigt, dass ihr in Uni, Schule oder Betrieb, eurem Kiez, euer Stadt keine Nazis duldet! Schlag die Faschisten, wo ihr sie trefft!

Doch dieser Kampf ist nicht alleine zu führen. Viel zu viele verschließen noch immer die Augen vor dem rechten Terror, vor dem Rassismus aus unseren Parlamenten. Viel zu viele, um sie allein zu besiegen. Daher organisiert euch mit anderen, bildet Banden. Stellt den bereits existierenden Gruppen Informationen über Nazis in eurer Stadt bereit, und unterstützt die Strukturen vor Ort.

Antifaschismus heißt jedoch auch: Erinnerung wach halten! Es darf nicht, wie gefordert, ein Schlussstrich gezogen werden. Es muss für immer unsere Aufgabe sein, die Grauen der NS-Zeit nicht wieder aufleben zu lassen. Dazu zählt auch, dass wir uns an diejenigen erinnern, die sich schon damals gegen die Nazis gewehrt haben und als deren Erb*innen wir uns verstehen.

Erinnern heißt wachsam bleiben, Erinnern heißt kämpfen, Erinnern heißt bilden.
Unser erklärtes Ziel ist es, das Bewusstsein über die Notwendigkeit antifaschistischer Arbeit nicht nur in unserem Kreis zu behalten, sondern auch nach Außen zu tragen. Daher bemühen wir uns um konstante politische Bildungsarbeit und ein stetiges Zugehen auf Interessierte.

Die antifaschistische Bewegung muss sich immer wieder neu erfinden und selbst hinterfragen. Dazu gehört eine starke junge Generation die den antifaschistischen Kampf weiterführt! Antifaschismus kann nur weiter bestehen, wenn wir an junge Menschen herantreten und sie einbeziehen. Lasst uns die Aufgaben auf viele Schultern verteilen.

Um etwas gegen den Rechtsruck zu unternehmen, reicht die alte Floskel “Wehret den Anfängen” längst nicht mehr. Die braune Brut von NPD, AfD, CDU/CSU und zahlreichen Politiker*innen aller anderen Parteien haben bei allen inhaltlichen Unterschieden eins gemeinsam erreicht: ein rechtes Weltbild ist längst nichts mehr, womit man schockieren kann oder irgendwie aneckt. Immer näher rückt der Point of no return! Die Gesellschaft muss umgekrempelt werden. Dabei hilft uns keine von de Maizere oder anderen rechten Politiker*innen geforderte Leitkultur samt unbedingtem Patriotismus, sondern es ist notwendig, den antifaschistischen Kampf wieder zu radikalisieren und um wortwörtlichen an die Wurzel des Problems zu gehen. Auf die gesellschaftlichen Umstände haben wir eine passende Antwort: einen sozialrevolutionären Antifaschismus für die Befreiung der Gesellschaft, denn niemand ist frei, solange es nicht alle sind! Aus diesem Grund gibt es hier auch heute diese Demonstration am Vorabend des 1.Mai.

Antifa heißt nicht einmal im Jahr demonstrieren zu gehen, Antifa entscheidet sich nicht an der Farbe der Jacke, der Musik oder dem Feiern in linken Locations. Antifa heißt, Rassist*innen zur Rede zu stellen, faschistische Strukturen offen zu legen und zu zerschlagen, Geflüchtete zu integrieren und sich solidarisch mit denen zu zeigen, die, aus welchem Grund auch immer diskriminiert werden.

Dies bedeutet aber auch jede Menge Arbeit, die wir nur gemeinsam bewältigen können. Daher ist es wichtig, dass wir zusammenfinden, uns austauschen und organisieren. Wir brauchen organisierte Gruppen, die sich gerade darauf konzentrieren. Genau so brauchen wir eine breite, offene, solidarische Bewegung und langfristige langlebige Strukturen und gute Zusammenarbeit. Nur so kommen wir gegen all die Hetzer*Innen, all die Faschist*Innen und all die Schweine an.

Wir demonstrieren hier und heute unter dem Banner der Antifaschistischen Aktion gegen reaktionäre Ideologien, gegen den Staat und gegen den Kapitalismus. Daher ist es für uns auch nur konsequent, uns morgen wie in Zukunft, im Ruhrpott und anderswo für eine von Herrschaft befreite Gesellschaft einzusetzen und uns gegen Faschist*innen zur Wehr zu setzen.

Auf gehts!

Nazis stoppen! Am 1.Mai gemeinsam nach Dortmund

Am 1. Mai wollen Neonazis der Partei “Die Rechte” durch Dortmunder Vororte marschieren. Am Kampftag der Arbeiter*innenbewegung wollen sie ihre völkische und rassistische Hetze auf die Straße tragen. Antifaschistische Gruppen aus NRW rufen dazu auf, dem Aufmarsch der Neonazis entgegenzutreten. Deshalb wollen wir uns auch aus Bochum gemeinsam auf den Weg machen.

Der Treffpunkt für Bochum ist:
1.Mai | 13.05 Uhr | Buddenbergplatz (Südausgang HBF)

Also packt eure Bezugsgruppe und euren Demo-Rucksack ein und auf gehts nach Dortmund.

Aktuelle Infos auch unter dortmund.blogsport.de.

Letzte Infos zur Vorabenddemo

Sie steht kurz bevor, die diesjährige revolutionäre Vorabenddemo in Bochum und deswegen versorgen wir euch mit den letzten Infos:

Die Demonstration beginnt um 19 Uhr vor dem Bochumer Hauptbahnhof, bitte seid pünktlich. Wir empfehlen für die Anreise aus Richtung Dortmund und Hamm den RE 3 um 17:57 Uhr ab Hamm, beziehungsweise 18:21 Uhr ab Dortmund und für die Anreise aus dem westlichen Ruhrgebiet den RE 6 um 18:15 Uhr ab Duisburg, beziehungsweise 18:29 Uhr ab Essen.

Da die Rechte in Dortmund fast zeitgleich zu unserer Demo einen Aufmarsch in Dortmund angekündigt hat, seid bitte vorsichtig und reist nicht allein an!

Es ist nicht notwendig, auf der Demo irgendwelche Fotos zu machen, daher lasst Fotoapparate und am Besten auch gleich das Smartphone zuhause.
Für diejenigen, die nicht ohne Smartphone können, gibt es bei Twitter Infos unter den Hashtags #nonazisbo und #3004bo.

Bitte denkt daran, dass ihr euch und andere in Gefahr bringt, wenn ihr vor einer Demonstration Alkohol oder andere Drogen konsumiert. Dafür ist nachher noch genug Zeit. Erst die Arbeit, dann das Vergnügen.

Falls Ihr oder andere festgenommen werdet, ist der Ermittlungsausschuss unter der Nummer 0234-62209002 ab 18.30 Uhr erreichbar. Weitere Informationen findet Ihr unter earuhr.noblogs.org

Wir weisen außerdem ausdrücklich darauf hin, dass das Mitbringen, oder Zeigen von Parteifahnen, sowie Fahnen parteinaher Jugendorganisationen, und von National- und Staatsfahnen nicht erwünscht ist.

Antifa-Café zu Vorabenddemo und Aktionen am 1.Mai

Am kommenden Mittwoch öffnet das Offene Antifa-Café wieder die Pforten des Sozialen Zentrums (Josephstraße 2).


Die nächsten Tage versprechen, actionreich zu werden! Nicht nur die revolutionäre Vorabenddemo in Bochum liegt vor uns, sondern auch der internationale Arbeiter*innenkampftag am 1. Mai. Wie so häufig wollen Nazis diesen Kampftag der Arbeiter*innenschaft für ihre menschenverachtende Propaganda missbrauchen.

Das wollen wir nicht zulassen und deswegen wird es auch in diesem Jahr zu Protestaktionen gegen Naziaufmärsche in Dortmund, Essen und anderswo geben. Um euch einen kurzen Überblick über die geplanten Aktionen zu geben, laden wir für den 26.4. zu Mobi-Vorträgen für die revolutionäre Vorabenddemo, sowie zu den Aktionen gegen die Naziaufmärsche in Dortmund und Essen ein. Außerdem wird es einen kurzen Input-Vortrag der Roten Hilfe Bochum-Dortmund geben.

Das AntifaCafé öffnet um 18 Uhr, die Vorträge beginnen um etwa 19 Uhr. Wie immer mit VoKü gegen Spende.

Kommt rum!

Anreise zu den Protesten gegen die AfD in Köln

Die AfD will am 22. April 2017 in Köln ihren Bundesparteitag abhalten, um sich als normale Partei darzustellen und Werbung in eigener Sache für die Landtagswahl in NRW im Mai und die Bundestagswahl im September zu machen.

Dagegen regt sich breiter Protest, zum Beispiel lässt sich der Aufruf der Kampagne „Nationalismus ist keine Alternative“ hier nachlesen.

Deshalb rufen Antifaschist*Innen aus Bochum für den kommenden Samstag zur gemeinsamen Anreise nach Köln auf.

Treffpunkt: Sa, 22.04.17 | 5:40h | Buddenbergplatz (Hbf Rückseite)

Weitere Infos zu den geplanten Blockaden, der Großdemonstration sowie Infrastruktur für den Tag in Köln findet ihr zum Beispiel beim Bündnis Solidarität statt Hetze.

Antifa heißt Frühaufstehen!

Der rechte Wahlkampf hat begonnen

Es ist Wahlkampf in Bochum. Die ersten Plakate hängen (und einige sind bereits wieder verschwunden). Am 14. Mai 2017 findet die Wahl zum NRW-Landtag statt. Aus dem rechten Spektrum tritt neben der offen neonazistischen NPD erstmals die AfD an, die sich als parlamentarischer Arm der neuen Rechten im Land zu etablieren versucht.

AfD Mimimi: »Egal wie hoch die AfD Bochum die Wahlkampfplakate hängt, Antidemokraten reißen sie runter.« Rassistische und nationalistische Wahlwerbung kommt in Bochum offenbar nicht besonders gut an…

Den rechten Wahlkampf sabotieren!

Dem Wahlkampf der rassistischen, homophoben und sozialchauvinistischen Parteien werden wir entschlossen entgegen treten. Rechte Propaganda ist weder auf der Straße noch in den Parlamenten willkommen. Wir rufen alle auf, den Wahlkampf von Nazis und Rechtspopulist_innen kritisch zu begleiten und ihnen keine Möglichkeit zu lassen, sich im öffentlichen Raum zu präsentieren. Ob offen nazistisch oder unter einem bürgerlichen Deckmantel: Faschismus ist immer noch keine Meinung, sondern ein Verbrechen!

Jeden Samstag in die City!

Für Bochumer Antifaschist*innen bedeutet dies konkret: Achtet auf Ankündigungen, seht euch auf den Wochenmärkten um und kommt jeden Samstag vormittag in die Bochumer Innenstadt. Es ist davon auszugehen, dass die rechten Parteien hier mit regelmäßigen Infoständen und Aktionen versuchen werden, Hetzte gegen Geflüchtete zur Bochumer Normalität werden zu lassen. Dies können und dürfen wir nicht unkommentiert lassen.

Ob Straßen, Köpfe oder Parlamente: Nationalismus ist keine Alternative!
Den rechten Wahlkampf in Bochum unmöglich machen!

Veranstaltungshinweis: Esther Bejarano im Bhf Langendreer

Noch keine Pläne für den 21. April? Dann kommt doch nach Bo-Langendreer und lasst euch von den Worten Esther Bejaranos inspirieren.

»…wehret den Anfängen ist längst überholt. Wir sind mittendrin!«

Am 22. April kann dies übrigens direkt in Taten umgesetzt werden: Lasst uns gemeinsam den AfD-Bundesparteitag in Köln zum Desaster machen!


Esther Bejarano trifft auf Microphone Mafia und Compania Bataclan
– Freitag, 21.04.17 | 19:30 Uhr | Bhf. Langendreer, Wallbaumweg 108

Esther Bejarano, heute 92 jährig, war Mitglied im sog. Mädchen-Orchester von Ravensbrück und Auschwitz. Mittels ihrer Kenntnis des Akkordeonspiels hat sie die Shoa überlebt. Bei einem Todesmarsch konnte sie fliehen. Esther Bejarano ist die heute letzte Überlebende aus dem besagten Orchester.

Auschwitz-Überlebende Esther Bejarano

Auschwitz-Überlebende Esther Bejarano

Das von der SS gegründete und konzipierte Mädchen-Orchester trug einerseits dazu bei die deportierten und eintreffenden Menschen am Lagereingang musikalisch zu begrüßen, um zunächst die wahren Hintergründe des Vernichtungslagers zu verschleiern. Des Weiteren spielte das Mädchen-Orchester beim „Ausrücken“ der ZwangsarbeiterInnen zum Arbeitseinsatz auf und diente insbesondere dem „Vergnügen und der Entspannung“ für die SS-Offiziere nach deren Gräueltaten. Esther Bejarano, von Sohn Joram Bejarano am Bass begleitet, wird Fragmente aus ihrem Buch „Erinnerungen“, vorlesen, was den schrecklichen Lageralltag verdeutlichen hilft.

Mit der Microphone Mafia trägt sie politische Klassiker in Rap-Version vor. Compania Bataclan begleitet sie, neben eigenen Programm (Balkan-Klezmer-ReggaeSka-AnatolianGrooves-Rock-Satire), bei zwei Klezmer-Songs. Esther Bejarano ist trotz betagten Alters nach ihren Möglichkeiten in Schulen unterwegs, um Jugendliche im anti-faschistischen Diskurs zu sensibilisieren und aufzuklären, gibt Workshops und tritt im TV auf. So war sie z.B. Gast in „Die Anstalt“. Auch die Tagesthemen oder Deutschlandfunk sowie viele regionale Radiostationen haben Esther Bejarano interviewt und einen längeren Beitrag über sie gesendet.

Mit großem Respekt freuen wir uns auf die kämpferische alte Dame.

Offenes Antifa-Café zu AfD-Bundesparteitag und NRW-Struktur

Am Mittwoch, den 12. April, ist wieder Antifa Café im Sozialen Zentrum Bochum. Um 19.00 Uhr gibt es hier einen Input der NIKA-Kampagne mit den letzten Infos zu den Protesten gegen den AfD-Bundesperteitag in Köln. Anschließend befasst sich ein inhaltlicher Vortrag mit den Wahlkampfstrategien und NRW-Strukturen der AfD.

Den Bundesparteitag am 22. April 2017 für die AfD zum Desaster machen!

Den Bundesparteitag am 22. April 2017 für die AfD zum Desaster machen!

Input: Mobilisierung zu den Protesten gegen den AfD Bundesparteitag

Der Rechtsruck ist in vollem Gange: Er vollzieht sich in der Stärkung rechter Parteien wie der AfD im Inneren. Die Partei versucht sich mit aller Macht in der Normalität zu etablieren, wobei der Bundesparteitag in Köln am 22.04.17 einen Höhepunkt darstellen soll. Aber auch die mörderische Abschottung der nationalen und europäischen Grenzen nach außen ist ein Ausdruck des Rechtsrucks. Die etablierten Parteien von CDU bis Grüne versuchen sich vor allem im Vorgang der Landtagswahlen in NRW im Mai 2017 und den Bundestagswahlen 2017 als liberaler Gegenentwurf zum völkischen Grossangriff zu inszenieren, doch auch bei Ihnen heißt es: Erwünscht ist in Deutschland nur, wer dem Standortkollektiv nutzt.

Wir werden den Aufstieg der AfD und den gesellschaftlichen Rechtsruck analysieren und die Grundlagen liefern, dazu lohnt sich ein Blick in den Begriff des „Autoritären Charachter“. Des Weiteren wird die Strategie der etablierten Parteien und verschiedener demokratischer Institutionen unter dem Stichhwort „Akzeptierende AfD-Arbeit“ kritisiert. Um das Bild abzurunden stellen wir eigene Ansätze zum wirkungsvollen Vorgehen gegen dei AfD vor, was zum Beispiel die massenhaften Blockaden und die Großdemonstration am 22.04.2017 darstellen.

Vortrag: Wahlkampfstrategien und NRW-Struktur der AfD

Seit 2014 hat es die Alternative für Deutschland in 10 Landesparlamente geschafft. Am 14. Mai 2017 wird auch in Nordrhein-Westfalen gewählt und die AfD hat gute Chancen in den Düsseldorfer Landtag einzuziehen. Die Wahlen gelten als Generalprobe für die Wahlen zum Bundestag, der im September gewählt wird. Die AfD in NRW präsentierte sich in den vergangenen Monaten als ein zerstrittener Landesverband, der geprägt war durch interne Streitigkeiten. Trotz der Differenzen präsentiert sich die AfD in der Öffentlichkeit, und vor allem in Ruhrgebiet, als eine Partei, die den “kleinen Mann” präsentieren will und eine gesellschaftliche Neuausrichtung anstrebt. Im Vortrag wollen wir uns mit der Wahlprogrammatik sowie deren öffentliche Präsentation beschäftigen.

12. April im SZ: Antifa-Café ab 18:30 Uhr | Vortrag ab 19 Uhr | Danach VoKü gegen Spende

Materialien zur Vorabenddemo

Noch sind es drei Wochen bis zur großen revolutionären Vorabenddemo in Bochum, aber schon jetzt gilt es, die Propagandamschinerie ins Rollen zu bringen. Daher stellen wir hier unser Mobimaterial zur Verfügung.

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