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Gedenken an die Bochumer Widerstandskämpfer*innen 2018

Am heutigen 09.09.2018, dem Tag der Opfer des Faschismus, gedachten Antifaschist*innen den Bochumer Widerstandskämpfer*innen auf dem Zentralfriedhof. Rund 30 Menschen fanden sich dazu am Vormittag am Haupteingang des Friedhofs am Freigrafendamm in Altenbochum ein, um gemeinsam zum Denkmal der Widerstandskämpfer*innen auf dem Ehrenrundplatz zu gehen.

Namentlich nennt das Denkmal die Bochumer Friedrich Hömberg, Josef Langner, Bernhard Nast, Moritz Pöppe, Johann Schmidtfranz, Wilhelm Schpenk und Wilhelm Thiesbürger. Alle waren im Widerstand aktiv und wurden 1943/44 in Konzentrationslagern ermordet. An dem Gedenken nahmen in diesem Jahr neben den Initiator*innen der VVNBDA Bochum, Antifaschist*innen verschiedenster Spektren und Gruppierungen teil.

Gedenken Friedhof Freigrafendamm 2018

Der Redebeitrag der VVNBDA befasste sich neben dem Gedenken an die ermordeten Widerstandskämpfer*innen während der NS-Zeit auch mit der aktuellen gesellschaftlichen Situation, dem Rechtsruck, dem rassistischen Mob in Chemnitz und der Notwendigkeit eines gesellschaftlichen Antifaschismus. Weiterhin appellierte die Rednerin an die Anwesenden eine solidarische antifaschistische Praxis über etwaige inhaltliche Differenzen hinweg zu fördern.

Justice pour Clément, Friedhof Freigrafendamm 2018

Nach der Gedenkveranstaltung entstand ein gruppen- und generationsübergreifendes Foto, welches wir hiermit an die Genoss*innen in Paris senden, wo seit einer Woche der Prozess gegen die Mörder des Antifaschisten Clément Méric läuft.

Erinnern heißt kämpfen!

Antifaschistische Linke Bochum,
September 2018

 

Weitere Bilder:

Graffiti für Clément Méric in Bochum entstanden

Am Samstag, den 12.05.2018, fertigten wir in Bochum in Gedenken an Clément Méric ein Graffiti an. Clément wurde am 05.06.2013 von einem Neonazi in Paris ermordet.

Am besagten Tag war Clément mit einigen Freund*innen unterwegs, um sich neu einzukleiden. Dabei trafen sie auf eine Gruppe von Nazis, woraus zunächst ein Wortgefecht entstand. Die Nazis riefen weitere Leute hinzu, sodass Clément und seine Freund*innen, nachdem sie ein Geschäft verlassen hatten, durch die Nazis attackiert wurden. Clément erhielt dabei einen Schlag mit einem Schlagring gegen den Kopf. Ein medizinisches Gutachten bestätigte später, dass bereits dieser Schlag ausreichte, um Clément die tödlichen Verletzungen zuzufügen.

Mit dem Graffiti “Clément – toujours avec nous” (Clément – immer mit uns) möchten wir dem jungen Antifaschisten gedenken, dessen Tod sich im Juni zum fünften Mal jährt. Wir senden dieses Bild nach Paris, zu seiner Familie, seinen Freund*innen und seinen Genoss*innen. Wir möchten mahnend daran erinnern, dass ein junger Mensch aufgrund seiner politischen Überzeugungen, seinen Werten und Ideen, die er vertrat, von einem Faschisten attackiert und letztendlich ermordet wurde – aufgrund von Werten, Ideen und Überzeugungen, die wir als Antifaschist*innen teilen.

Der Tod von Clément hat uns damals wie heute tief bewegt und macht uns unfassbar traurig und wütend. Wir wählten den Zusatz “toujours avec nous – immer mit uns”, um zu verdeutlichen, dass in jeder unserer Handlungen, Aktionen oder Diskussionen wir uns auf emanzipatorische Werte, Ideen und Überzeugungen beziehen und wir unser Gedenken in unsere alltäglichen politischen Aktionen einfließen lassen möchten.

Das Graffiti entstand an einem sonnigen Tag in einem stark frequentierten Park in Bochum. Personen aus unterschiedlichen antifaschistischen Zusammenhängen beteiligten sich an seiner Entstehung und verbrachten gemeinsam einen anregenden Nachmittag.

Clément – Toujours avec nous

Weiterhin möchten wir darauf hinweisen, dass vom 01.06. bis zum 03.06. ein antifaschistisches Wochenende in Gedenken an Clément in Paris stattfindet. Es beinhaltet einen internationalen Austausch, Konzerte, eine Demonstration und Weiteres. Mehr findet ihr hier:
http://www.pourclement.org/2018/02/22/5-ans-clement-toujours-present

Informationen zu dem Mord an Clément Méric erhaltet ihr unter anderem in der Dokumentation der North East Antifascists aus Berlin.

Ni oubli, ni pardon! – Kein Vergeben, kein Vergessen!

Antifaschistische Linke Bochum,

Mai 2018

Paris Rebelle – Zwischen Rechtsruck und Revolte

Am Donnerstag den 20.10. werden wir im Sozialen Zentrum Bochum den Film “Paris Rebelle – Zwischen Rechtsruck und Revolte” von den North East Antifascists und Left Report aus Berlin zeigen. Hier der Ankündigungstext zum Film und der dazu gehörende Trailer:

Trailer – Paris Rebelle | SUBTITLED from left report on Vimeo.

Trailer

Nach unserer Antifa-Doku „Une vie de lutte“ aus dem Jahr 2015 veröffentlichen wir nun die Dokumentation „Paris Rebelle – Zwischen Rechtsruck und Revolte“ über das Gedenken an den von Nazis ermordeten Antifaschisten Clément Méric, den französischen Ausnahmezustand und seine Auswirkungen auf den politischen Aktivismus, den andauernden Rechtsruck in Frankreich und soziale Kämpfe im Zusammenhang mit den Protesten gegen das „Loi El Khomri“, während denen nicht nur im ganzen Land gestreikt wurde, sondern die auch eine neue Protestbewegung namens Nuit Debout hervorbrachte und denen die Staatsmacht mit aller Gewalt und Repression begegnet.

Im Rahmen unserer Dreharbeiten konnten wir zahlreiche Genoss*innen von der AFA Paris, La Horde, der CNT, der Rap-Kombo Première Ligne und viele weitere interviewen.

Ein Film von der NEA, Left Report und Freund*innen.
Clément Méric – à jamais dans nos lut

Soziales Zentrum, Josefstr. 2 44809 Bochum
Beginn: 19:30Uhr

 

Antifaschistische Linke Bochum