Archiv der Kategorie: Aufrufe / Veranstaltungen

Offenes Antifa-Café zu „Out of Action“

Beginn: 18.30 Uhr | Vortrag: 19 Uhr

Am Mittwoch, den 25. November, findet im Sozialen Zentrum Bochum wieder das Offene Antifa-Café statt. Ab 18.30 Uhr könnt ihr im Café andere Antifaschist_innen treffen und euch bei Cocktails (mit und ohne Alkohol), Bier, Limo und Mate austauschen. Das Café findet in Kooperation mit dem HappaHappa-Syndikat statt, das ab 20 Uhr leckere, vegane VoKü gegen Spende serviert.

Randale, Bambule und ihre Folgen
– „Out of Action“ stellt sich vor

Offenes Antifa-Café zu „Out of Action“

In der Auseinandersetzung mit Faschos und Bullen haben wir immer wieder Scheißerlebnisse wie Verletzungen oder Frust. Diese hinterlassen nicht nur körperliche Spuren, sondern nehmen uns auch psychisch mit. Allerdings werden diese nicht sichtbaren Folgen in der Szene häufig nicht wahrgenommen. Dies führt u.a. dazu, dass Aktivist*innen sich zurückziehen oder Gruppen Strukturen entwickeln, die wir selbst eigentlich nicht wollen. „Out of Action“ hat genau dies zu ihrem Thema gemacht und arbeitet zu traumatischen Erlebnissen und Stress bei politischem Engagement. Die Gruppe „Out of Action“-Gruppe im Ruhrgebiet stellt sich vor und gibt in einem Vortag einen kurzen Einstieg in das Thema. Dabei und danach kann gerne mitdiskutiert werden.

Antira geht nur ohne Staat und Partei

Antira-Demo am 14. November 2015 in Bochum

Am Samstag, 14. November, findet in Bochum die antirassistische Bündnisdemo „Flucht ist kein Verbrechen!“ statt. Treffpunkt ist um 15.00 Uhr vor dem Bochumer Hauptbahnhof. Die Demo richtet sich gegen die jüngsten Asylgesetzgebung sowie die Kriminalisierung von Geflüchteten und deren Helfer*innen und fordert ein Bleiberecht für Alle. Bedauernswerter Weise glauben neben asylrechtsverschärfenden Grünen auch andere Parteien aus der autoritären Ecke momentan, mit der Parole „Refugees Welcome“ politischen Profit machen zu können. Nicht nur deshalb halten wir das Vorhaben der schwarzen Ruhr-Uni, einen starken anarchistischen Block auf der Demo am Samstag zu organisieren für unterstützenswert! Als Bochumer Antifas, Antiras und antiautoritäre Linke rufen wir dazu auf, sich an diesem Block zu beteiligen. Denn für uns ist klar: Antira geht nur ohne Staat und Partei!

Gegen die Asylrechtsverschärfer*innen von SPD und Grünen, gegen eine Vereinnahmung durch autoritäre Kräfte. Kommt zum anarchistischen Block!

Fähren statt Frontex, Fight Fortress Europe!

Infos: Bündnis-Aufruf „Migration is not a Crime“ | Aufruf zum anarchistischen Block

Für ein Leben in Freiheit für alle – Kommt zum anarchistischen Block auf der Antirademo

Demo gegen Rassismus und geistige Brandstifter

Am 31. Oktober möchte ProNRW eine Kundgebung in Bochum abhalten. Unter dem Motto „Ja zum Asylrecht, Nein zum Asylmissbrauch“ haben sie bereits am 24. Oktober in Duisburg, Oberhausen und Mülheim gegen Geflüchtete gehetzt. Am kommenden Samstag soll nun auf dem Husemannplatz in Bochum ihre Kundgebungstour in die zweite Runde gehen. Weitere Städte werden Bottrop und Gelsenkirchen sein.

Demo gegen Rassismus und geistige Brandstifter am Samstag, 31.10.2015 in Bochum

ProNRW ist eine sogenannte rechtspopulistische Partei. Rechtspopulist_innen geben sich bei ihrer Hetze betont bürgerlich und vermeintlich demokratisch. Rassistische Inhalte werden versteckt, sind jedoch bei genauerem Hinsehen immer noch zu erkennen. Klassische Hetze und Hetzparolen werden gegen vermeintlich harmlosere Forderungen ausgetauscht. Ein „Ausländer raus!“ (NPD) wird zu „Asylmissbrauch stoppen!“ (ProNRW). Ausgrenzung und Diskriminierung werden allerdings auch hier propagiert. Dies ist Teil der Wahlkampfstrategie, um gerade in der Mitte der Gesellschaft WählerInnenstimmen zu bekommen. Mit dieser Form von Rassismus kann ProNRW Anknüpfungspunkte in der Bevölkerung finden.

Der Gedanke, dass Migrantinnen und Migranten „uns“ die Arbeitsplätze wegnehmen oder das Sozialsystem belasteten ist in der Bevölkerung weit verbreitet.

Wie viele andere politischen Akteure hat auch ProNRW erkannt, dass rassistisches Gedankengut eine Renaissance erlebt. Die momentane Grundstimmung und die Verunsicherung gegenüber des Eintreffens einer großen Anzahl von Geflüchteten bietet eine Gelegenheit für die OrganisatorInnen der beiden „Anti-Islam-Kongresse“ wieder Anschluss an die Gesellschaft zu finden. ProNRW möchte sich erneut als Anwalt der Bürgerschaft darstellen.

Wie alle RassistInnen, die etwas auf sich halten, posaunt die Partei ihre Menschenverachtung nicht allzu offen aus. Sie geht einher mit einem Diskurs, der sich von Focus, Spiegel und co. über die SPD bis hin zu Pegida zieht – es wird zwischen den Geflüchteten differenziert. Die „guten und nützlichen“ werden vom Krieg in Syrien nach Europa getrieben, diese, dass ist ja in einem vermeintlich hilfsbereiten Land, wie der Bundesrepublik, keine Frage, verdienen uneingeschränkte Solidarität. Die „unnützen“ Geflüchteten kommen ebenfalls nach Europa, weil sie Schutz suchen. Schutz vor Diskriminierung aufgrund ihrer politischen Haltung, sexueller Orientierung, oder weil sie angesichts ihrer ethnischen Zugehörigkeit Angst um Leib und Leben haben müssen. Doch dies wird in den Medien nicht so wahr genommen. Man hört eher von Menschen, die das Sozialsystem belasten und den weltoffenen Deutschen böswillig ausnutzen wollen. Diese Differenzierung von Geflüchteten dient dazu, dass:

A – Hilfsbedürftige gegeneinander ausgespielt werde.
B – eine jede WutbürgerIn sich nicht als RassistIn bezeichnen muss, um gegen Geflüchtete zu wettern.

Dieses Spiel spielt auch die Bundesregierung, wenn sie einerseits die uneingeschränkte Aufnahme von Kriegsflüchtlingen zulässt, andererseits Sonderabschiebelager für Sinti und Roma vom Balkan eröffnet.

Es geht also darum das Gesicht zu waren, nicht als Buh-Mann in der Öffentlichkeit zu stehen. Und das funktioniert auch sehr gut. Wer hört noch von brennenden Unterkünften oder rassistischen Übergriffen, wenn auf jeder Titelseite spendende und hilfsbereite BürgerInnnen abgebildet sind, die ihre neuen Brüder und Schwestern mit Applaus begrüßen. Die täglich statt findende Gewalt und die inhaltliche Übereinstimmung der Volksparteien und BürgerInnen mit Rechtsaußen werden retuschiert.

Doch um es kurz und knapp zu sagen, die Lage ist angespannter als je zuvor! Immer noch ziehen jeden Montag bundesweit zehntausende sogenannte „Asylkritiker“ durch die Straßen, immer noch brennen Unterkünfte oder werden vom deutschen Mob belagert, immer noch gibt es keine angemessene Auseinandersetzung damit in der Öffentlichkeit.

Und dies ist nicht nur ein ostdeutsches Problem. Von Januar bis Oktober wurden 121 Straftaten mit einem rassistischen oder rechtsradikalen Hintergrund in NRW im Umfeld von Flüchtlingsunterkünften begangen. Auch im Bochumer Stadtteil Wattenscheid versuchte die NPD unter dem Deckmantel einer Bürgerinitiative gegen einige Unterkünfte mobil zu machen, dieses Vorhaben schlug jedoch dank der schlechten Aufstellung und mangels geistiger Fähigkeiten fehl. Des weiteren gab es einige Vorfälle in Bochum-Langendreer. Zunächst einmal wurde in der Nähe eines Wohnheims mit einer Gaspistole aus einem fahrenden Auto geschossen, dann brannte die Box einer Kleiderspendestelle für Refugees und es seit längerem waren im Stadtteil wieder Nazischmiereien zu finden. Von aufeinander bezogenen Aktionen seitens der organisierten rechten Szene ist jedoch nicht auszugehen.

Wir wissen, dass die Kundgebungstouren seitens Pro-NRW meist mit einem minimalen Aufwand betrieben werden und häufig erst durch die stattfindenden Gegenproteste Aufmerksamkeit erhalten. Es kann aber in den heutigen Zeiten nicht auf einen lautstarken Gegenprotest verzichtet werden. Zudem möchten wir dem autonomen antifaschistischen Spektrum eine Anlaufmöglichkeit für ihren Protest bieten. In den letzten Jahren hat meist das links-liberale-bürgerliche Lager die Gegenproteste in Bochum initiiert. Diese machen jedoch andererseits Werbung für Parteien die faktisch an der deutschen Abschiebepolitik beteiligt sind.

Kommt am 31.10. um 10:30Uhr pünktlich zum Bochumer Hauptbahnhof und nehmt an der Antifa-Demo teil. Wir laufen gemeinsam zum Kundgebungsort am Husemannplatz!

Für ProNRW gibt’s an Halloween nur Saures!
Geistige Brandstifter benennen – Rassistische Pogrome verhindern!

Antifaschistische Linke Bochum,
Oktober 2015

Kein HoGeSa 2.0 – Da wo es anfing soll es auch enden!

Kommt am 24./25. Oktober nach Köln!

Genau ein Jahr nachdem etwa 5.000 Neonazis und rechte Hooligans in Köln randalierten, rufen mehrere extrem rechte Hooligan-Gruppen für den 25.10.2015 erneut zum Großaufmarsch in Köln auf. Für die schwächelnden HoGeSa-Strukturen könnte die Neuauflage von „Köln 1.0“ ein letzter Versuch sein, die durch Abspaltungen und interne Querelen gebeutelte Szene wieder zusammenzuführen.

Zwischen Januar und August 2015 wurde nahezu täglich in der BRD ein Anschlag auf ein Flüchtlingsheim verübt. „Pegida“ und „HoGeSa“ haben den Grundstein für die größte Welle rassistischer Gewalt seit der „Wiedervereinigung“ gelegt. Kommt nach Köln und verhindert den Aufmarsch. Die Verteidigung gegen den rechten Mob bedeutet den Angriff auf die Verhältnisse!

Antifa-Großdemo +++ Convergence Center +++ Schlafplätze +++ Anreise

In Köln wird am Wochenende des 24./25. einiges passieren. Der Samstag steht im Zeichen der Großdemonstration „Fight Racism“ für offene Grenzen und Solidarität mit Geflüchteten. Die Demo beginnt um 16 Uhr auf dem Vorplatz des Hauptbahnhofs. Letzte Informationen gibt es am Abend nach der Demo im AZ Köln, das für das Wochenende als Convergence Center fungiert. Hier gibt es veganes Essen und einen Schlafplätze. Am Sonntag wird es eine Vielzahl von Aktionen geben, um den Nazis keinen Raum zu lassen. Wir empfehlen, bereits am Samstag mit uns nach Köln zu fahren und über Nacht zu bleiben um schon am Sonntag Morgen in der Stadt zu sein.

An alle Bochumer Antifas und linke Ultras – Beteiligt euch an der gemeinsamen Anreise:
Treffpunkt 24. Oktober | 14.40 Uhr, HBF-Hinterausgang (Buddenbergplatz)

Für diejenigen, die erst Sonntag fahren können, empfehlen wir folgenden Zugtreffpunkt:
Treffpunkt 25. Oktober | 9:45 Uhr, Bochum-HBF, Gleis 3 | Seid pünktlich!

Infos: AKKU | Antifa AK | AZ Köln | Köln gegen Rechts | #nohogesacomeback

#nohogesacomeback: Da wo es Anfing soll es auch enden! Rassistische Bewegungen stoppen.

An die Bochumer Hools: Hört auf, so verdammt dämlich zu sein

Beim ersten „HoGeSa“ Großaufmarsch am 26. Oktober 2014 mit massiven Ausschreitungen und Übergriffen mischte die Hooligan-Gruppe „Brigade Bochum“ nicht nur mit. Wie antifaschistische Recherchen belegen war sie bereits Monate zuvor intensiv am Aufbau von „HoGeSa“ beteiligt. Nach antifaschistischer Intervention, verschiedenen Medienberichten und der Drohung des VfL, der Brigade den Fanclub-Status zu entziehen bedauerten mehrere Akteure der Brigade ihre Teilnahme am Aufmarsch von Köln und distanzierten sich öffentlich von „HoGeSa“. Auch im Stadion gab es wiederholt Schwierigkeiten.

Natürlich ist nach wie vor ein rechtes bzw. rechtsoffenes Gedankengut in Teilen der VfL-Fanszene verankert. Doch auch in diesen sollte sich mittlerweile herumgesprochen haben: Wer nach Köln fährt, muss damit rechnen, die eigene Visage in antifaschistischen Blogs wiederzufinden. Mit anderen Worten: Hört auf, so verdammt dämlich zu sein, wiederholt nicht euren Fehler von Köln! (Dies gilt besonders für diejenigen Mitläufer-Hools, die beteuert haben, dass der Köln-Ausflug eine ganz große Dummheit war und so etwas nie wieder vorkommen würde.)

„Gegen Stumpfsinn im Namen des Fußballs“ - Reaktion Bochumer Ultras auf „HoGeSa“

Offenes Antifa-Café zu HoGeSa in Köln

Beginn: 18 Uhr | Vortrag: 19 Uhr

Am Donnerstag, den 15. Oktober, findet im Sozialen Zentrum Bochum wieder das Offene Antifa-Café statt. Ab 18 Uhr könnt ihr im Café andere Antifaschist_innen treffen und euch bei Bier, Limo und Mate austauschen. Um 19 Uhr wird ein Mobivortrag zum Demowochenende am 24./25. Oktober in Köln gehalten.

Grund der Verschiebung auf den Donnerstag ist die Antifa-Demo am 14. Oktober in Essen, die wir unterstützen! Kommt zum Bochumer Anreisetreffpunkt, 17:45 Bo-HBF, Gleis 3.

Dem rassistischen Volksmob in Essen-Frintrop entgegentreten!

Was tun wenn’s brennt?
– Antifa-Mobilisierung gegen den HoGeSa-Aufmarsch in Köln (24./25. Oktober)

Kommt am 24./25. Oktober nach Köln!

Am 25.10.2015 werden die Menschenfeinde um HoGeSa einen zweiten Anlauf ihres Aufmarsches vom letzten Jahr versuchen. Nach den Niederlagen, die sie bei ihren letzten Versuchen, ihren rassistischen Wahn auf die Straße zu bringen, einstecken mussten, versuchen sie nun verzweifelt eine Kölner Neuauflage, um ihren Mythos zu retten.

Wir werden gemeinsam diesen Mythos mit Füßen treten! Unser Ziel ist die Verhinderung des Hogesa Aufmarsches. Wir betrachten Hogesa weder als isoliertes Phänomen, noch als völlig neue Qualität. Unser Beitrag als radikale Linke muss es nicht nur sein den Ausdruck der rechten Hooligans unmöglich zu machen, sondern auch eine umfassende Kritik der Zustände zu leisten, die Hogesa hervorbringen. In der Bundesrepublik herrschen mit der Debatte um die Aufnahme von Geflüchteten, der rassistischen Formierung in Städten wie Heidenau, und der weiteren Durchsetzung der deutschen Vorherrschaft auf dem europäischen Kontinent Zustände, auf die die radikale Linke unbedingt Antworten finden muss. Die aktuellen rassistichen Formierungen müssen benannt und angegriffen werden.

Dazu ist der Antifa AK Köln zu Gast, um mit uns den aktuellen Stand von Debatte und Gegenmobilisierung zu diskutieren. Wir freuen uns auf euch!

Den Aufruf zur Demo und weitere Informationen findet ihr auf:
Antifa AK | AKKU | #nohogesacomeback

Antifa/Antira Spontandemo in Bochum!

Update vom 06.10.2015, 16:45 Uhr: Die Demo ist angemeldet und wird durch die City gehen.

Update vom 06.10.2015, 06:00 Uhr: Auch wenn sich abzeichnet, dass es sich bei dem Brand in Saalfeld, der ein Impuls für die Spontandemo war (siehe Originalaufruf), vermutlich um ein Unglück und nicht um einen weiteren rassistischen Anschlag handelt, halten wir an unserer Mobilisierung für heute Abend fest. Die aktuellen, pogromartige Szenen in Einsiedel und die anstehende Asylrechtsverschärfung sollten mehr als genug Grund sein auf die Straße zu gehen.

Di, 06.10. | 19 Uhr | Bochum-HBF (Vorplatz) | Antifa/Antira Spontandemo

Es ist deutsch geworden in Kaltland…

Die Welle rassistischer Anschläge, Übergriffe und pogromartiger Szenen findet kein Ende. Gestern formierte sich in Chemnitz-Einsiedel ein Mob aus bis zu 800 Neonazis und anderen Rassist*innen und blockierte Zugang zu einer Erstaufnahme stelle für Geflüchtete. Gleichzeitg wird das Asylrecht zum zweiten Mal diesem Jahr massiv verschärft…

Rassismus tötet! Durch: Pogrome, Asylgesetze, Abschiebungen, geistige Brandstiftung

Täglich gibt es Übergriffe auf Menschen die nicht ins Weltbild von Nazis und selbst ernannten „besorgten Bürgern“ passen. In Sachsen und Thüringen marschieren sie zu Tausenden bei PEGIDA- und AfD- “Spaziergängen“. Nach Freital und Heidenau wütete gestern in Einsiedel ein Mob von mehreren hundert Rassist*innen. Der Zugang zu einer Erstaufnahmestelle wird blockiert, Barrikaden errichtet, Steine fliegen. Erklärtes Ziel: Die Busse der Geflüchteten sollten nicht durchkommen.

Laut einer Zählung des NDR wurden in diesem Jahr bereits über 60 Brandanschläge auf geplante oder bewohnte Flüchtlingsunterkünfte verübt — nicht nur im Osten sondern verteilt auf die gesamte BRD, zuletzt etwa im September in Witten, Dortmund, Porta Westfalica und Lüdenscheid oder am vergangenen Wochenende in Xanten und Altena (Sauerland).

Gleichzeitig werden immer härtere Asylgesetze forciert. Geduldeten, Menschen mit Schutz-Status in einem anderen EU-Land und umgesiedelten Geflüchteten soll zukünftig lediglich das „physische Existenzminimum“ zustehen. Das Land NRW plant aktuell die Inbetriebnahme mehrerer Abschiebeknäste. Es ist also allerhöchste Zeit für alle die „Refugees Welcome“ erst meinen, sowohl den Nazimob zu bekämpfen wo immer er sich formiert, als den auch staatlichen und gesellschaftlichen Rassismus, der den Nährboden für Pogrome liefert.

Nazibanden und „besorgten Bürgern“ das Handwerk legen!
Nein zur Asylrechtsverschärfung! Nein zur Festung Europa!

Antifas und Antiras aus Bochum

Antifa-Termine am Wochenende

Am 2. Oktober nach Wuppertal! Gegen HoGeSa, Nazis und Rassist*innen! Kein Bock mehr auf Polizeigewalt!

Offener Antifa-Anreisetreffpunkt: 16.35 Uhr, Gl.5, Bo-HBF

Antifa-Demo am 2. Oktober in Wuppertal

Am 11. April 2015 wurde ein Freund des Autonomen Zentrums Wuppertal von drei „HoGeSa“-Nazis überfallen und mit mehreren Messerstichen in den Rücken (laut Staatsanwaltschaft acht Messerstiche) und zusätzlich stumpfer Gewalt lebensgefährlich verletzt. Es handelt sich hierbei nicht nur um eine erschreckend grausame Brutalität, sondern um einen Mordversuch!

Am 2. Oktober werden wir in Wuppertal laut, deutlich und solidarisch auf die Straße gehen. Neben dem politischen Hintergrund der Tat, gilt es die skandalösen Vorgänge, die auf den 11. April 2015 folgten, zu thematisieren. Dabei werden wir auch nicht zu Polizeigewalt schweigen, die wir nur nur allzu oft erleben müssen.

Infos: az-wuppertal.de | wuppertal2015.blackblogs.org

03.10. Hamm: Das Problem heißt Rassismus – Geflüchtete unterstützen

Außerdem rufen wir zur Beteiligung an den Aktionen gegen Naziaufmarsch am 3. Oktober in Hamm auf. Es gibt viele gute Gründe auf die Straße zu gehen – Wiedervereinigung und angeblicher „Asylmissbrauch“ gehören sicher nicht dazu.
 Kommt am 3. Oktober nach Hamm, solidarisiert euch mit Geflüchteten und zeigt den Nazis dass sie nicht willkommen sind!

Infos: hamm.noblogs.org | haekelclub590.de

Antifa supports Refugees Welcome

30.09./Do: Solidarität mit allen Geflüchteten

Am 26. September findet in Dortmund eine Demonstration für Solidarität mit allen Geflüchteten der Initiative Refugees Welcome Dortmund statt. Startpunkt ist um 15 Uhr am Nordausgang des Dortmunder Hauptbahnhofs. TreffPunkt Asyl mobilisiert zusammen mit der Bochumer Amnesty-Gruppe für eine gemeinsame Anreise: Ab Gleis 6, Bo-HBF mit dem RE1 um 14:40 Uhr. Es ist sinnvoll, mindestens zehn Minuten vor Abfahrt des Zuges am Gleis zu sein, also spätestens 14:30 Uhr, da Ticket-Sharing für Leute ohne Ticket vor allem für Geflüchtete organisiert werden soll.

Auch in Bochum regt sich praktische Solidarität. Von den verschiedenen Netzwerken und lokalen Initiativen, wie in der Wohlfahrtstraße oder Langendreer über über Hilfs-Aktionen wie KostNixLaden Spezial oder auch Computer für Geflüchtete

Das Soziale Zentrum lädt für den 30. September zu einem Vernetzungstreffen zur Kampagne „Flucht ist kein Verbrechen – für ein menschenwürdiges Wohnen für Alle“ ein. Ziel ist es, über eine gelebte Willkommenskultur hinaus klare politische Forderungen zu stellen. Von der Gruppe Undogmatische Linke Bochum gibt es folgenden Diskussionsbeitrag zum Kampagnentreffen:

Flucht ist kein Verbrechen!

Flucht ist kein Verbrechen

Seit langem ist klar, dass durch Krieg, Vertreibung und Not zunehmend Menschen ihre Heimat verlassen müssen. Trotzdem behauptet die Bundesregierung urplötzlich mit einem unerwarteten Problem konfrontiert zu sein. Dabei haben sich die Situationen, in der sich momentan viele Geflüchtete in ganz Europa befinden, seit Jahren angekündigt. Sie sind nicht zuletzt Folgen einer Politik, die nicht willens ist, ausreichend Ressourcen zur Unterstützung Geflüchteter zur Verfügung zu stellen.

An zahlreichen Orten in Deutschland werden Unterkünfte für Asylsuchende in Brand gesetzt. Nur durch glückliche Zufälle kam es bisher nicht zu Toten. Diese Situation hat Parallelen zu den 1990er Jahren als rassistische Pogrome zahlreich von der deutschen Öffentlichkeit beklatscht wurden.

Politisches Willkommen statt Charity: Die Privatisierung staatlicher Aufgaben

Gegenwärtig erleben wir allerdings einen Unterschied: Derzeit unterstützen viele Menschen begrüßenswerterweise die Geflüchteten nicht nur mit Sachspenden, sondern auch durch gemeinsame Aktivitäten im Alltag, um das „Ankommen“ in Deutschland zu erleichtern.

Die mit der „Willkommenkultur“ einhergehenden innovativen Ansätze von politischen Initiativen, Einzelpersonen, und Privatwirtschaft werden staatlicherseits umfassend gelobt, um die sowohl finanziell als auch infrastrukturell überforderten Kommunen zu entlasten. Das Lob hat also eine zentrale Funktion: die Bürger*innen müssen ihrem Staat unter die Arme greifen, damit dieser sozialstaatliche Aufgaben überhaupt noch erfüllen kann.

Dennoch sind CDU und SPD zeitgleich dabei, unter dem klebrigen Zuckerguss der Willkommenskultur eine erneute Verschärfung des Asylrechtes durchzusetzen. Wie schon bei der faktischen Abschaffung des Asylrechts 1993 durch nahezu die selben Parteien benutzt die deutsche Regierung auch jetzt wieder die rassistische Stimmungen in der Bevölkerung, um Flüchtlingen das Leben weiterhin zu erschweren.

Dublin abschaffen – Flüchtlinge aufnehmen!

Schon die Einstufung von Serbien, Mazedonien und Bosnien-Herzegowina im Herbst 2014 als „sichere Herkunftsstaaten“, indem ihnen pauschal das Recht auf Asyl verwehrt wird, hat die Situation, aus der die Menschen in diesen Ländern fliehen verhöhnt. Systematische Ausgrenzung und Diskriminierung machen das Leben für viele Menschen in diesen Gebieten unmöglich. Ähnliche Bedingungen bestehen in den Ländern, die Deutschland nun als sichere Herkunftsstaaten klassifizieren will: Albanien, Montenegro und Kosovo. Verursacht ist die Armut aus der viele Menschen fliehen, nicht zuletzt auch durch die internationale Politik der reichen Staaten der Europäischen Union.

Bargeld statt Sachleistungen!

Selbst die bisherigen Bargeldzahlungen, die nur rudimentäre Bedarfe decken konnten, werden in dem aktuellen Gesetzentwurf soweit reduziert, dass im besten Falle das physische Überleben der Menschen gesichert wird. Keine Spur von Menschenwürde. Niemand darf gezwungen werden, sich für den Kauf einer Busfahrkarte oder einer Portion Pommes rechtfertigen zu müssen!

Flucht entkriminalisieren! – Wohnungen statt Sammelunterkünfte! – Bleiberecht für Alle!

Geht es nach dem Bundesinnenministerium, werden bald zehntausende Flüchtlinge mit Arbeitsverboten in Großunterkünften wie Turnhallen bei katastrophaler Lage noch länger als bisher isoliert oder gar wegen bevorstehender Abschiebung inhaftiert, ohne auch nur einer Straftat verdächtig zu sein(!). Die Regelung soll besonders auf Geflüchtete aus Balkanstaaten angewendet werden. Zudem ist geplant, die Residenzpflicht, die den Bewegungsradius beispielsweise auf NRW beschränkt auf 6 Monate auszuweiten. Dahinter verbirgt sich nichts weniger als die Ermöglichung von schnelleren Abschiebungen. Diese Regelung zielt besonders auf Roma ab.

Fähren statt Frontex!

An den Außengrenzen der EU lassen sich die Menschen von solchen Drohungen nicht abschrecken. Sie nehmen immer größere Risiken in Kauf und immer weitere Wege. Menschen, die vor Folter, Krieg und systematischer Vertreibung fliehen, machen nicht vor Grenzzäunen halt. Die Antwort der EU-Staaten ist militärisch. Die Bundeswehr wird sich mit bewaffneten Soldat*innen an dem EU-Einsatz gegen Schleuser im Mittelmeer beteiligen. Ungarn erklärt den Geflüchteten mit Soldaten den Krieg. Die Bundespolizei jagt Schlepper, als seien diese das Problem. Dieser Umgang der EU-Staaten mit Geflüchteten entlarvt den politisch institutionalisierten Rassismus der Regierung. Das zentrale Problem für Fluchtwillige ist, dass es keine sicheren Fluchtwege nach Deutschland sowie in andere EU-Staaten gibt!

Bei aller Widersprüchlichkeit muss es in den nächsten Wochen und Monaten darum gehen, konkrete Unterstützung für Menschen, deren Lebensbedingungen aufgrund einer unnachgiebigen Flüchtlings- und Einwanderungspolitik miserabel sind, zu verbessern. Auch für die Geflüchteten selbst ist ihr Engagement wichtig, viele versprechen sich darüber eine längerfristige Teilhabe am gesellschaftlichen Leben und hoffen, dass dies auch in einer Ausbildung oder Arbeit mündet.

Gemeinsam müssen wir Druck auf die staatlichen Institution ausüben, um den Geflüchteten nachhaltig Platz bei uns zu machen, denn Viele werden nicht mehr zurück in ihre Heimat können oder wollen. Lokale Solidarität bedeutet: neben der kurzfristigen Unterstützung gemeinsam dafür zu kämpfen, dass sich langfristig die Frage nach der privaten Unterbringung von Geflüchteten und der Abfederung durch Ehrenamt nicht mehr stellt. Solidarität bedeutet auch, unnachgiebig die menschenverachtende Festung Europa als militärische Festung zu entlarven, die Menschen mit Waffengewalt davon anhält, sich auf die Suche nach einem besseren Leben in Frieden und Freiheit zu begeben und für die Autonomie der Bewegungsfreiheit zu kämpfen.

Wir rufen Alle auf, sich an lokalen und bundesweiten Aktionen und Kampagnen zu beteiligen, für ein gutes Leben für Alle!

Es bestehen zahlreiche Möglichkeiten in Bochum aktiv zu werden, diese Webseiten weisen auf verschiedene Angebote hin:

Beteiligt euch / Macht mit:

Sa, 26.09.2015, 15.00 Uhr: Demonstration in Dortmund: Solidarität mit ALLEN Geflüchteten!
Weitere Infos: refugeeswelcomedo.noblogs.org

Mi, 30.09.2015, 18.30 Uhr: Vernetzungstreffen von Aktiven zu „Flucht ist kein Verbrechen – für ein menschenwürdiges Wohnen für Alle“ im Sozialen Zentrum Bochum (Josephstr. 2, 44791 Bochum)
Webseite des Sozialen Zentrum Bochum: sz-bochum.de

Offenes Antifa-Café mobilisiert nach Wuppertal und Hamm

Beginn: 18 Uhr | Wuppertal-Mobi: 18:30 Uhr | Hamm-Mobi: 19 Uhr | VoKü: 20 Uhr

Seit April 2015 gibt es wieder ein regelmäßiges Antifa-Café in Bochum

Am Mittwoch, den 23. September, findet im Sozialen Zentrum Bochum wieder das Offene Antifa-Café statt. Ab 18 Uhr könnt ihr im Café andere Antifaschist_innen treffen und euch bei Cocktails (mit und ohne Alkohol), Bier, Limo und Mate austauschen. Diesmal bereits um 18:30 Uhr wird ein Mobivortrag für die Demo gegen HoGeSa, Nazis und Rassist*innen am 2. Oktober in Wuppertal gehalten. Um 19 Uhr folgt ein weiterer Mobivortrag, für die Demo gegen rassistische Hetze am 3. Oktober in Hamm.

Das Café findet in Kooperation mit dem HappaHappa-Syndikat statt, das ab 20 Uhr leckere, vegane VoKü gegen Spende serviert.

Aufruf zur Demo am 2. Oktober in Wuppertal:

Am 2. Oktober nach Wuppertal! Gegen HoGeSa, Nazis und Rassist*innen! Kein Bock mehr auf Polizeigewalt! Die Demo beginnt um 18:00 Uhr an den City Arkaden in Elberfelder Innenstadt.

Infos: wuppertal2015.blackblogs.org

Aufruf zur Demo am 3. Oktober in Hamm:

Unter dem Titel „Masseneinwanderung und Asylmissbrauch stoppen!“ wollen erneut Neonazis in Hamm aufmarschieren. Kommt nach Hamm und zeigt euch solidarisch mit Geflüchteten!
Treating Refugees as the problem is the problem!

Infos: hamm.noblogs.org

In Hamburg sagt man Tschüß

Good-bye Deutschland – den rechten Aufmarsch am 12.09. angreifen!

Mit allem und allen gegen den deutschen Mob

Am 12. September will ein Mob aus rechten „HoGeSa“ Hools, Neonazis und Rassist_innen jeglicher Couleur unter dem Label „Tag der deutschen Patrioten“ im großen Stil durch die Hamburger Innenstadt marschieren.

Der rassistische deutsche Alltag, nimmt hier eine Form an, welche den „Kampfes um die Köpfe“ mit einem „Kampf um Straße“ verbindet. Dies zeigt sich an täglichen/nächtlichen Angriffen „besorgter Bürger“ und am vorauseilenden staatlichem Arrangement mit angeblichen „Ängsten“ – beides ist nichts anderes als Rassismus. Deshalb heißt es für uns am 12. September, sich dem deutschen Mob mit allen Mitteln und auf allen Ebenen entgegenzustellen und ihn, egal ob er sich „patriotisch“ oder „nationalistisch“ nennt, anzugreifen.

Mit allem und allen gegen den deutschen Mob – nicht nur am 12.09.2015
Infos: goodbyedeutschland.blogsport.eu | www.nichteinentag.tk