Schlagwort-Archiv: Antifa

Aufruf zur revolutionären Demo gegen Kapitalismus und reaktionäre Ideologien

Antifaschistische Gruppen aus Bochum haben einen längeren Aufruf zur revolutionären Walpurgisnachtdemo und zum Aktionstag gegen den Naziaufmarsch am 1. Mai veröffentlicht:

Gegen Kapitalismus und reaktionäre Ideologien!

Das aktuelle politische Klima in Deutschland ist geprägt vom Wiedererstarken des Nationalismus. Als Antifaschist_innen und Linksradikale setzen wir diesem Trend unsere Kritik an Kapital, Volk und Nation entgegen.

Rassismus ist keine Alternative - Transparent im Bochumer Kneipenviertel

In Bochum…

Am 1.Mai möchte die neonazistische NPD unter dem Motto “Asylbetrug macht uns arm – Wir arbeiten, Fremde kassieren” in Bochum aufmarschieren. Initiiert wird die Demonstraion von Claus Cremer, welcher seit 2008 Landesvorsitzender in NRW ist. Seine Landespartei konnte in den letzten Jahren keine all zu großen Erfolge verbuchen. Bis auf ein paar Sitze in Kreisverbänden und seltenen Demonstrationen kann der NPD keine Relevanz zugesprochen werden. Cremer selbst ist in der NPD, als auch in der rechten Szene, mehr als umstritten. Unter seiner Führung gab es zahlreiche Austritte und gerade im kommunalen Rahmen diverse Skandale. Für diese sorgten in der Regel seine Schützlinge, die sich einige Eskapaden leisteten. Darauf möchten wir an dieser Stelle jedoch nicht weiter eingehen. Die schwach aufgestellte NPD möchte damit die momentan aufgeladene Diskussion um den Umgang mit Geflüchteten nutzen, um die entzürnte völkische Seele in Stellung gegen imaginierte Bedrohungen zu bringen.

Weshalb die NPD ausgerechnet am 1.Mai in Bochum aufmarschieren will kann nur spekuliert werden. Ein Grund könnte die zentrale Aufnahmestelle für Geflüchtete sein, welche in Bochum ihren Sitz bekommen soll. Eventuell erhofft sich Cremer mit dem gewählten Thema in Bochum für Aufsehen zu sorgen und einen rassistischen Diskurs in der Ruhrgebietsstadt zu etablieren.

Als einen weiteren Grund für den Naziaufmarsch könnte vermutet werden, dass der Landesvorsitz seinen umstrittenen Ruf aufbessern möchte. In seinem eigenen Kreisverband gelingt ihm nahezu gar nichts. Einzig zu den Wahlkämpfen ist die NPD im Stadtgebiet sichtbar. Vor einigen Jahren war der Kreisverband noch recht umtriebig und aktiv. Die letzten beiden Wahlkämpfe zeigten jedoch, dass Cremer nun auf Kameraden aus anderen Kreisverbänden angewiesen war. Dies liegt einerseits daran, dass es in Bochum seit den 80er Jahren Menschen gibt, die sich mit den Nazis befassen und ihnen Steine in die Wege legen, anderseits angelt sich Cremer , wie bereits oben angedeutet, regelmäßig Nachwuchs, der nicht all zu viel bewegt, außer die eigene Struktur zu schwächen. Selbst der Kreisvorsitzende des NPD Kreisverbands Unna titulierte einst den Nachwuchs von Cremer auf der Naziplattform “Altermedia” als “Minusmenschenmaterial”.
Auch wenn man nun denken könnte “okay ziemlich unbedeutende Ottos” , muss es für uns AntifaschistInnen heißen:

Nazis in Bochum? Lan lass ma ya!

In Zeiten von täglichen Anschlägen und Übergriffen auf Geflüchtete und deren Unterkünfte ist es enorm wichtig sich klar gegen Nazis und Rassismus zu positionieren. Die momentane Situation ist so beschissen wie lange nicht mehr! Nun werden einige denken, dass die Nazis einen kleinen Teil in der Gesellschaft einnehmen und momentan keine Relevanz haben, was auch Stimmen mag. Doch die Erfolge von neurechten Parteien, wie der AfD, zeigen das nationalistische Gesinnungen immer gefährlicher werden und bekämpft werden müssen!

Auch Pegida hat für den Juni eine Demonstration in Bochum angekündigt. Dies ist ein weiterer Grund, um schon einen Monat vorher zu zeigen, dass Bochum eine No-Go Area für Nationalisten bleiben wird. Dies muss an diesem Tag jedem deutschen Opfer klar werden.

Nationalismus ist keine Alternative

Aber was ist Nationalismus überhaupt? Nationalismus ist Kernbestandteil sowohl bürgerlicher als auch völkischer Ideologie, da die Nation positiver Bezugspunkt für beide ist. Freiheit und Gleichheit gehören zu den tragenden Säulen, auf denen die bürgerliche Gesellschaft gebaut ist. Zur Zeit der bürgerlichen Revolutionen waren sie radikale Parolen gegen Klerus und Adel. Alle, die diesen ideelen Kernbestand von bürgerlicher Gleichheit und Freiheit teilen, sollten die Nationalbürgerschaft erhalten können. Doch schon damals realisierten er sich nicht für alle Menschen, sondern nur für Priviliegierte: weiße Männer mit Eigentum. Hierdurch entstand erst die Vorstellung einer Nation mit einheitlicher Kultur und Sprache und an die Stelle des universalistischen Verständnis der bürgerlichen Gesellschaft trat der partikularistische Gedanke des Nationalismus. Dieser Gedanke nationaler Identität schafft die Grundlage für die Ideologie eines durch Blut und Boden definierten Volkes.
Bis heute bilden diese beiden Konzepte die zwei Seiten der Medaille des Nationalismus.

Nation und Kapitalismus

Die kapitalistische Gesellschaft versetzt ihre Mitglieder in den Zustand allgemeiner Konkurrenz: Kapitalisten konkurrieren um Marktanteile, Arbeiter um Beförderungen und Arbeitsplätze. Auf internationaler Ebene konkurieren die Nationalstaaten. Dass aus einem solchen allgemeinen Konkurrenzverhältnis kein allgemeines Glück hervorgehen kann, liegt eigentlich auf der Hand und wird durch die gesellschaftliche Realität beständig belegt: Denn das Glück ist in der bürgerlichen Gesellschaft ebenso partikular und vorübergehend verteilt wie der gesellschaftliche Reichtum.

Es ist die Konkurrenz und das permanente Gegeneinander, aus der das Unglück der kapitalistisch vergesellschafteten Menschen entspringt. Im Grunde ließe sich dieses Unglück ganz leicht aus der Welt zu schaffen: Es genügte dazu allein die Einrichtung einer Ökonomie, in der die Menschen gemeinsam und in planmäßiger Kooperation den gesellschaftlichen Reproduktionprozess so organisieren, dass alle Bedürfnisse der Menschen versorgt sind und das Glück des einen mit dem Glück aller einhergeht.
Anstelle aber einer solchen vernünftigen und freien Assoziation versucht der falsche Antikapitalismus der radikale Rechte das Elend der Konkurenz vermeintlich über die Idee einer Volksgemeinschaft in einer “natürlich gewachsenen” Nation aufzuheben.

Warum ist die AfD so erfolgreich?

Der Erfolg der AfD erkärt sich unter anderem dadurch, dass sich bürgerlicher und völkischer Nationalismus kombinieren. Einerseits stammen ihr Rassimus und ihre gnadenlose Haltung gegenüber Flüchtlingen aus der völkischen Ideologie und mobilisiert hierüber den rechten Rand der Gesellschaft. Andererseits erlaubt sie die Zuwanderung von “Gästen” gemäß den “Erfordernissen des deutschen Arbeitsmarktes” und propagiert einen nationalen Kapitalismus, somit ist sie auch für die bürgerliche Mitte attraktiv.

Das Ziel der befreiten Gesellschaft

Eine Welt ohne Nationalismus und Rassismus ist nur ohne Kaptialismus möglich. Der Kampf gegen reaktionäre Ideologie erschöpft sich nicht im Kampf gegen den Kapitalismus und der Kampf gegen den Kapitalismus erschöpft sich nicht im Kampf gegen reaktionäre Ideologien, trotzdem sind sie nur gemeinsam möglich!

Als radikale Linke stehen wir für eine Gesellschaft, die sich an den Bedürfnissen der Menschen und einem Miteinander der Individuen orientiert. Unsere Alternative zu Nationalismus und Kapitalismus ist die befreite Gesellschaft.

Aus den oben genannten gründen rufen wir zur revolutionären Walpurgisnachtdemo in Bochum auf! Weiterhin gilt es den Naziaufmarsch am 1.Mai zu verhindern!

Revolutionäre Walpurgisnachtdemo: 30.04.2016 19:30 Bochum HBF
Aktionstag gegen den Naziaufmarsch: 1.Mai Bochum

Antifaschistische Linke Bochum
Kommunistische Praxis und Kritik (Bochum)
Antifaschistische Aktion Bochum

Mobilisierung für den 1. Mai

(Quelle: https://twitter.com/antifa_linke/status/721381287777411072)

Auf Bochums Straßen ist die Mobi bereits in vollem Gange. Wenn auch ihr euer Viertel oder eure Stadt verschönern wollt, findet ihr ab sofort Mobimaterial im Sozialen Zentrum (Josephstraße 2) und an vielen weiteren Orten im Ruhrgebiet.

Info- und Mobiverantaltungen

Als Mobivorträge stehen bereits fest:

Mobimaterial zum 1. Mai in Bochum

  • Aachen [AZ], 21.4., 19.00 Uhr:
    Info- und Mobivortrag (Hackländerstr. 5)
  • Dortmund [Nordpol], 21.4., 19.00 Uhr:
    Info- und Mobivortrag (Münsterstraße 99)
  • Duisburg [Syntopia], 22.4., 19.00 Uhr:
    Kurzvortrag beim Aktionstresen (Gerokstraße 2)
  • Mülheim [AZ], 26.4., 19.30 Uhr:
    Info- und Mobivortrag (Auerstraße 51)
  • Bochum [SZ], 27.4., 18.30 Uhr:
    Letzte Infos beim Offenen Antifa-Café
  • Köln [AZ], 28.4., 19.00 Uhr:
    Info- und Mobivortrag (Luxemburger Str. 93)

Wenn ihr einen Mobivortrag in eurer Stadt wollt, oder Material haben wollt, dann meldet euch.

Revolutionäre Walpurgisnachtdemo in Bochum

Aufruf: Revolutionäre Walpurgisnachtdemo

30.04.2016 | 19:30 Uhr | Bochum HBF

Als Antifaschist*innen und Linksradikale werden wir den 1. Mai nicht den Nazis überlassen und wollen den Vorabend nutzen, um zu zeigen, dass es im Herzen des Ruhrpotts Widerstand gegen Kapitalismus und Faschismus gibt. Daher rufen wir auf: Beteiligt euch an der revolutionären Walpurgisnachtdemo – gegen Kapitalismus und reaktionäre Ideologien!

Die Kriege und das Leid, die autoritäre Regime über große Teile der Welt bringen, werden von Europa ignoriert, mit Waffenlieferungen an Diktaturen oder anderen Wirtschaftsverträgen befeuert und zerstören das Leben von Millionen sowie den Planeten. Denen, die Schutz vor Gewalt, Armut und Verfolgung suchen, versperrt die EU mit allen Mitteln den Weg in ein besseres Leben. Mit dem menschenverachtenden Abkommen, das zwischen der Europäischen Union und dem autoritären Regime in der Türkei geschlossen wurde, zeigt die EU einmal mehr, dass Ideale wie Freiheit und Gleichheit nur hochgehalten werden, wenn sie der Durchsetzung der nationalen Interessen dienen. Die Türkei führt Krieg gegen die kurdische Bevölkerung und straft Oppositionelle und Kritiker*innen mit harter Repression. Doch man scheint in Deutschland und den anderen EU-Staaten kein Problem damit zu haben, Schutzsuchende in Länder abzuschieben, in denen sie keineswegs menschenwürdig behandelt, sondern sogar diskriminiert und verfolgt werden. Wer es bis nach Europa schafft, dem wird die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben verwehrt.

Auch die Situation vieler Menschen, die das Privileg der Staatsbürgerschaft einer besser gestellten Nation besitzen, ist prekär. Doch die Tendenz geht dahin, die Schuld auf jene zu schieben, welche unter noch mieseren Umständen ihr Dasein bestreiten. Es scheint leicht, nach unten zu treten. Unterkünfte von Geflüchteten brennen. Rechtspopulist*innen, wie die AfD, gewinnen an Zuspruch. Doch diese bieten ganz sicher keine Alternative und schon gar keine „Partei der kleinen Frau oder des kleinen Mannes“.
Ihre Losung heißt: Verschärfung der fundamentalen Probleme, die diese Gesellschaft mit sich bringt, und Besserstellung einer kleinen deutschen Elite. Für alle anderen bleibt nichts. Das haben nur noch nicht alle verstanden.

Aber auch die Sozialdemokratie und andere “gemäßigte” Apologien des Nationalstaates stellen keine Alternative dar: Wir, die Lohnabhängigen – mit oder ohne Arbeit – sind vom selben Übel gebeutelt, egal welcher Herkunft und Religion oder welchen Geschlechts! Und dieses Übel heißt Kapitalismus! Nur eine progressive Überwindung des Kapitalismus kann unser Anliegen sein.

In diesem Sinne: Erteilen wir jeglichem Nationalismus eine klare Absage!
Kommt zur revolutionären Walpurgisnachtdemo nach Bochum!

Aufrufende Gruppen:
Antifaschistische Linke Bochum
Antifaschistische Aktion Bochum
Offenes Antifa-Café Bochum
Kommunistische Praxis und Kritik (Bochum)
Undogmatische Linke Bochum


Zugtreffpunkte

1. Mai – Nazifrei! Keine Nazis aufs Bochums Straßen!

Am 1. Mai 2016 ruft die NPD-NRW zu einem Aufmarsch in Bochum auf. Wir werden dies nicht kommentarlos hinnehmen und mit allen Mitteln versuchen, den Aufmarsch scheitern zu lassen! Weiterhin werden die linksradikalen Gruppen aus Bochum eine revolutionäre Vorabenddemo veranstalten.

Aufruf: Antifa Aktionstag 1. Mai

1. Mai - Keine Nazis aufs Bochums Straßen!

Unter dem Motto “Asylbetrug macht uns arm! Wir arbeiten, Fremde kassieren” möchte der Landesverband Nordrhein-Westfalen der NPD in Bochum aufmarschieren. Der Aufruf der Nazis besteht einerseits aus Hetze gegenüber Geflüchteten und andererseits aus Selbstmitleid gegenüber der deutschen Mehrheitsgesellschaft. Erwartet werden Nazis aus dem Umfeld der NPD, Die Rechte und den freien Kameradschaften.

In diesen Tagen, an denen Flüchtlingsheime brennen, Demagog*Innen durch die Länder ziehen und gegen Asylsuchende und Muslima hetzen, ist es um so wichtiger, sich gegen die Faschist*Innen gerade zu machen! Die verschwörungstheoretische und stumpfsinnige Argumentationspalette gegenüber Schutzsuchenden wird immer lauter. Der deutsche Mob tobt, er rast, rüstet und wappnet sich Hand in Hand mit dem Staat gegen die Menschen, die vor Krieg, Verfolgung und Armut fliehen. Dies geht mit einem erstarkten Nationalismus, der auch in der Mitte der Gesellschaft verwurzelt ist, einher. Doch ohne uns – lasst uns im Alltag Solidarität mit Geflüchteten zeigen und der NPD am 1. Mai auf der Straße entgegentreten.

Die NPD, besonders in NRW und mit ihr nicht zuletzt der Landesvorsitzende Claus Cremer, sind angeschlagen. Die Partei kämpft neben dem Verbotsverfahren mit starkem Mitgliederschwund. Zusätzlich ist sie in NRW tief zerstritten, was direkt auf die Führungsqualitäten von Cremer zurückzuführen ist. Der parteiinterne Druck auf Cremer steigt.
Deswegen ist dieser landesweite Naziaufmarsch besonders wichtig für ihn und die NPD-NRW. Ein Fiasko am 1. Mai würde die Nazistrukturen hart treffen.

Naziaufmarsch in BO? Das läuft nicht!
Seid ausgeschlafen und beteilligt euch an den vielfältigen Aktionen an diesem Tag!

1. Mai NPD-Aufmarsch verhindern!
Entschlossen, kämperisch, solidarisch!

Aufrufende Gruppen:
Antifaschistische Linke Bochum
Antifaschistische Aktion Bochum
Offenes Antifa-Café Bochum
Kommunistische Praxis und Kritik (Bochum)
Undogmatische Linke Bochum

Naziaufmarsch am 1. Mai in Bochum? Läuft nicht!

Naziaufmarsch am 1. Mai? Läuft nicht!

Beim Aufmarsch der NPD am 2. April in Essen kündigte der Wattenscheider Landesvorsitzende Claus Cremer einen Aufmarsch der neonazistischen Partei für den 1. Mai in Bochum an. Auch wenn die NPD in NRW angeschlagen ist und erst jetzt mit der Mobilisierung beginnt könnte es sich – mangels Alternativen – um einen zentralen Naziaufmarsch im Westen handeln. Antifaschistische Gruppen werden der NPD ihren Aufenthalt so ungemütlich wie nur möglich gestalten. Seit 2008 fand in Bochum kein relevanter Naziaufmarsch mehr statt. Sorgen wir gemeinsam dafür, dass dies so bleibt.

Über weitere Planungen halten wir euch auf diesem Blog und via #nonazisbo auf dem Laufenden.

Bochum ist und bleibt ein hartes Pflaster für Nazis und Rassisten!

AfD macht sich breit, Antifa macht sich breiter

Heute am frühen Morgen des 27.02 hat sich die Alternative für Deutschland in Gerthe Mitte mit einem Infostand breit gemacht. Grund dafür war, dass die rechte Partei auf Wählerfang gehen wollte, indem sie zu einem Bürger Dialog aufriefen. Diesen Dialog wollten sich rund 20 AntifaschistInnen aus Bochum nicht entgehen lassen und umstellten kurzer Hand den kompletten Stand mit einen langen Transparent, das die Aufschrift „Rassismus ist keine Alternative“ trug. Die verunsicherten AfDler konnten so lange Zeit ihren rechtspopulistischen Quatsch nicht auf dem Marktplatz des Bochumer Vororts öffentlich machen.

AfD macht sich breit, Antifa macht sich breiter - AfD-Stand am 27.02.2016 in Gerthe antifaschistisch begleitet

Denn gerade jetzt, wo die AfD sich als der parlamentarische Arm von PEGIDA und Co. bildet und mit ihrer geistigen Brandstiftung immer mehr zur rassistischen Stimmung beiträgt, darf man diesen rechten Spinnern nicht das Feld überlassen.

Nach steigender Polizeipräsenz wurde sich dann dazu entschieden, das Feld langsam zu räumen. Zurück blieben verunsicherte AfDler und Marktbesucher, die von AntifaschistInnen über den Rassismus der von dieser Partei verbreitet wird, aufgeklärt wurden. Dem Herren Club der Bochumer AfD sollte bewusst werden, dass deren Agitation in Bochum nicht unkommentiert gelassen wird.

Rassismus und Nationalismus ist keine Alternative,
nicht in Bochum und nirgendwo anders.

Antifaschistische Linke Bochum

Bericht und Bilder zur Gedenkaktion am 27.1.

Am 27.1.2016 versammelten sich in Bochum nach kurzer Mobilisierungszeit gut 40 Menschen in der Innenstadt, um gemeinsam den Opfern der Shoah und des nationalsozialistischen Terrorregimes zu gedenken.

DSC00711

Die Kundgebung fand in unmittelbarer Nähe der alten Synagoge und vor dem Kortumhaus statt, letzteres war vor der Zwangsenteignung durch die Nazis nach den jüdischen Vorbesitzern Alsberg benannt. Ziel der Kundgebung war es, an diesem zentralen Ort die Erinnerung an die massenhafte Entrechtung, Ausgrenzung, Deportation und Tötung von Millionen von Menschen, vor allem Jüdinnen und Juden, aber auch aus vielen anderen Gruppen, die nicht in das Weltbild der Nazis passten, zu erinnern.

Zu diesem Zweck wurden statt Reden zu halten die Namen, und wenn bekannt die letzten Wohnorte und Deportationsziele von Menschen aus Bochum vorgelesen. Während noch viele Namen und Schicksale ungeklärt sind, dauerte es trotzdem über eine Stunde, alle Namen vorzulesen.
Gleichzeitig wurden gut 800 Flyer verteilt, die an die Befreiung von Auschwitz erinnerten und ebenso vor wachsenden rechten Strukturen und Tendenzen in der Gesellschaft warnten.

Nach einer gemeinsamen Schweigeminute setzten sich die Teilnehmer*innen in Bewegung, um an der Gedenktafel für die alte Synagoge, welche wie so viele jüdische Gebäude und Einrichtungen in den Novemberpogromen 1938 zerstört wurde, eine weiße Rose als Symbol der Erinnerung niederzulegen. Nach einem kurzen stillen Gedenken wurde die Kundgebung nach fast anderthalb Stunden aufgelöst

Während viele Menschen spontan stehen blieben und der Kundgebung kurz beiwohnten, unterblieben leider nicht mal an einem solchen Tag rechte Pöbeleien und dumme Kommentare zur Situation von Geflüchteten.

Selbstkritisch müssen wir anmerken, dass wir für die Zukunft eine bessere Absprache mit der jüdischen Gemeinde und dem Klub Stern erreichen müssen und streben außerdem eine bessere Vernetzung mit anderen Initiativen bei Gedenkarbeit an. Auch wenn das Ziel der Aktion die einkaufenden Passant*innen waren, hätte eine frühere und größere Mobilisierung mehr Menschen die Möglichkeit zum gemeinsamen Gedenken gegeben.

Ebenso ist die Gedenkarbeit noch lange nicht abgeschlossen. Auch zu der vorgetragenen Liste mit Namen gibt es noch viel zu recherchieren und viele Namen hinzuzufügen.

Trotzdem ziehen wir ein positives Fazit zu der Aktion, da wir viele Menschen auf den Gedenktag aufmerksam machen konnten und die furchtbaren Folgen des Nationalsozialismus wieder ein Stück weit ins Gedächtnis rufen konnten.
Wir werden es nicht zulassen, dass Menschen, die nicht in das faschistoide Bild der Nazis passten und deswegen umgebracht wurden, heute in Vergessenheit geraten und so aus der Erinnerung gelöscht werden.
Des Weiteren werden wir uns weiter gegen alle Formen von Faschismus, Diskriminierung und Antisemitismus sowie für eine befreite Gesellschaft einsetzen, daß Auschwitz nicht noch einmal sei.

Kein Vergeben, Kein Vergessen – Erinnern heißt kämpfen!

Antifaschistische Aktion Bochum

DSC00711 DSC00717
DSC00729 DSC00735
DSC00736 DSC00741

Gedenkaktion am 27. Januar

Einige Antifaschist*Innen aus Bochum wollen an diesem Mittwoch, 27.1., den Tag des Gedenkens an den Holocaust in der Bochumer Innenstadt begehen. Einundsiebzig Jahre nach der Befreiung von Auschwitz wollen wir an diejenigen erinnern, die in Bochum und überall ihr Leben durch die Nazis verloren haben. Dazu wollen wir viele ihrer Namen verlesen und so das Gedenken an den Terror in die Innenstadt holen.

Gedenkation am Jahrestag der Auschwitz-Befreiung / internationalem Tag des Gedenkens an den Holocaust

Die Kundgebung beginnt um 18 Uhr an der Kortumstraße/Ecke Harmoniestraße, in der Nähe der alten Synagoge.

Kein Vergeben, Kein Vergessen!

Offensiv, autonom, militant – Wie die Antifa entstand

Für den 01.12.2015 hat die Antifaschistische Linke Bochum in Kooperation mit dem notstand e.V. Bernd Langer eingeladen, welcher über die Entstehung der autonomen Antifa referieren wird. An dieser Stelle dokumentieren wir den Flyer zur Veranstaltung:

Offensiv, autonom, militant - Wie die Antifa entstand: Buchvorstellung mit Bernd Langer am 1. Dezember im Sozialen Zentrum Bochum (Josephstr. 2)

»„Schwerste Krawalle in Frankfurt“ titelten die Medien nach dem 17. Juni 1978. Militante hatte aus einer Antifa-Demonstration Polizeiabsperrungen vor dem Rathaus angegriffen, um das NPD-„Deutschlandtreffen“ zu verhindern. 1979 und 1980 folgten die „Rock gegen Rechts“-Konzerte mit mehr als 40 000 Menschen. Die NPD gab ihr Treffen danach auf.

In der BRD entstand zu dieser Zeit eine neue antifaschistische Bewegung. Eine führende Rolle spielten bald Autonome, von denen einige versuchten, den Widerstand zu koordinieren. Sie propagierten einen Antifaschismus, den sie als Kampf gegen das „imperialistische System“ verstanden.

Legendäre Straßenschlachten wie am 1.10.1983 in Fallingbostel oder die Unruhen nach dem Tod von Günter Sare am 28.9.1985 in Frankfurt am Main, Kommando-Militanz und Bündnisaktionen gehörten zu den Konzepten, die schließlich in der heutigen Antifa-Bewegung mündeten.

Eine detaillierte Beschreibung dieser Entwicklung und eine Analyse der Ansätze von damals bis heute.«

Bochum: Dienstag, 1. Dezember 2015
Ort: Soziales Zentrm Bochum, Josephstr. 2
Beginn: 19.30 Uhr

Bericht von der Demo gegen ProNRW

Heute demonstrieten 70 Menschen gegen eine Kundgebung der rechtspopulistischen Partei ProNRW in Bochum. ProNRW hatte bereits am letzten Wochenende mit einer Kundgebungstour unter dem Motto “Ja zum Asylrecht, nein zum Asylmissbrauch” gestartet. Am heutigen Tag standen die Städte Bochum, Bottrop und Gelsenkirchen auf dem Plan.

Fight Racism - Antifa Demo gegen Rassismus und geistige Brandstifter in Bochum 31.10.2015

Um kurz nach halb elf starte die Antifa-Demo gegenüber des Bochumer Hauptbahnhofs. Der Aufruf der Antifaschistischen Linken Bochum wurde vorgelesen, danach begann man, durch die Huestraße zum Kundgebungsort am Husemannplatz zu laufen. Ein lauter und durch Transparente und Fahnen geschmückter Demonstrationszug war für die PassantInnen wahrzunehmen. Der Flyer “Geistige Brandstifter nicht in Ruhe lassen – Saures für ProNRW!” wurde verteilt. Thematisch behandelte dieser die Strategie der Partei in der Mitte der Gesellschaft Fuß zu fassen, das Erstarken militanter Aktionen von Neonazis und die misslungende Auseinandersetzung mit dem Zuzug Geflüchteter seitens der Medien und Politik.

Gegen Rechte Gewalt - Antifa Demo in Bochum auf dem Massenberg-Boulevard

Die Polizei hat die Demonstration zunächst nur mit wenigen Beamten begleitet. Am Husemannplatz wartete jedoch eine große Anzahl von Beamten in zivil und uniformiert auf den Demonstrationszug.

Angekommen am Husemannplatz formierten sich die AntifaschistInnen gegenüber der selbsternannten Bürgerbewegung. Ein Redebeitrag zum Thema “Antifa supports Refugees” von unseren Freundinnen und Freunden der Autonomen Antifa 170 aus Dortmund wurde vorgetragen und das Bochumer AntifaCafé, welches jeden zweiten und vierten Mittwoch im Monat seine Türen öffnet, stellte sich vor.

Rassistenpack zu Siskebap - Gegenkundgebung auf dem Husemannplatz

ProNRW gab ein “bemitleidenswertes” Bild ab. Legendlich vier Stammtischpatrioten hatten sich versammelten und standen einsam auf dem großflächig abgesperrten Platz. Die Kundgebung wurde durch den Antifaschistischen Protest vom Rest der Innenstadt abgeschirmt. Es wurde ihnen verunmöglicht ihre Hetze an die PassantInnen heranzutragen. Unter den anwesenden Rassisten waren unteranderem Frederick Christopher Freiherr von Mengersen und Hans-Joachim Adler. Adler ist der Vorsitzende des Kreiverbandes Bochum. Mengersen ist der Schriftführer des Landesverbandes NRW.

Bitte nicht füttern: Frederick Christopher Freiherr von Mengersen, Hans-Joachim Adler und weitere Rassist*innen

Da in den letzten Jahren der Widerstand gegen rechte Kundgebung, eher von der links-liberalen Bürgerschaft initiiert wurde, sahen wir die Notwendigkeit dem autonomen antifaschistischen Spektrum einen Anlaufpunkt zu bieten. Um eigene Inhalte auf die Straße zu tragen und als Antifa erkennbar zu sein hatten wir den Demonstrationszug angemeldet. Wir haben uns gefreut, dass sich, trotz der Uhrzeit, viele Menschen der Demo angeschlossen haben.

Desweiteren bleibt die Frage offen, wie man aus antifaschistischer Sicht solche Veranstaltungen und Kundgebungstouren effektiv stören kann.

Das BgR Bochum und die Antifa

Vier Rassisten konnten sich letztendlich einer großen Aufmersamkeit erfreuen. Dementsprechend müsste die antifaschistische Szene in Bochum und wir als Gruppe uns überlegen, wie man in Zukunft auf solche Veranstaltungen reagieren kann. Wie kann man z.B. einen kreativen und effektiveren Protest umsetzen? Was lassen die räumlichen Bedingungen zu und wie bekommt man es hin ProNRW weniger Aufmerksamkeit zu schenken ohne sie gänzlich zu ignorieren? Wie kann man den lokalen Kreisverband schwächen, sodass beim nächsten mal nur noch zwei Ledersandalenträger an der Kundgebung teilnehmen?

Fight Nazis and Racism!
Antifaschistische Linke Bochum, Oktober 2015

Die Transparente - Antifa Demo in Bochum

Weitere Bilder der Antifa-Demo gibt es auf Indymedia-Linksunten.