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Antifaschistische Aktion in Zeiten von Corona und Rechtspopulismus

Antifaschistische Aktion in Zeiten von Corona und Rechtspopulismus

Vortrag und Buchvorstellung mit Bernd Langer.

Der dritte Band der Trilogie zur Geschichte der Antifaschistischen Aktion setzt mit dem Beginn der COVID-19-Pandemie im Jahr 2020 ein. Im Verlauf der Pandemie formierte sich eine sogenannte Maßnahmenopposition, die maßgeblich von verschwörungsideologischen Milieus und rechtsextremen Akteuren geprägt war. Nach dem russischen Angriff auf die Ukraine im Jahr 2022 ging aus diesem Spektrum eine rechtsgerichtete Friedensmobilisierung hervor. Sogenannte patriotische Bürgerrechtsbewegungen traten in Erscheinung, die fremdenfeindliche Positionen mit sozioökonomischen Abstiegsängsten verknüpften. Vor diesem Hintergrund wurde die AfD zur größten Oppositionspartei im Bundestag und Neonazis entfalteten neue Aktivitäten.

Demgegenüber standen antifaschistische Massenmobilisierungen. Millionen Menschen gingen auf die Straße, Zehntausende leisteten zivilen Ungehorsam gegen AfD-Parteitage in Essen, Riesa und Gießen. Die Antifa war dabei eine zentrale Kraft, ebenso wie im Widerstand gegen Neonazis.

Neben breiten Protesten kam es auch zu militanten Aktionen, auf die der Staat mit Repression bislang unbekannten Ausmaßes reagierte. Strafverfahren, wie etwa gegen die ›Hammerbande‹, sollen durch ihr hohes Strafmaß abschrecken. In Ungarn und den USA wurde die Antifa zudem als terroristische Organisation eingestuft und verboten.

Dieses Buch liefert Grundlagen, um zu verstehen, was Antifaschismus ist und warum er zu einer der zentralen politischen Auseinandersetzungen der Gegenwart wurde.

05.06.2026 – 19:00
Zanke, Westring 41, 44787 Bochum

Neue Zeiten, neue Ziele, neue Namen.

Aus der Antifaschistischen Aktion Bochum wird non a parole – Antifaschistisches Kollektiv Bochum

Die Antifaschistische Aktion Bochum wurde 2015 gegründet und nahm noch im gleichen Jahr ihre Arbeit auf. Diese Gruppe bedeutet uns allen viel und wir haben viel Herzblut in unsere Arbeit gesteckt. Und doch wurde uns zunehmend bewusst, dass mehr als sechs Jahre nicht spurlos an uns vorüber gehen konnten. Es ist Zeit gewesen, unsere Arbeit, unsere Ziele und unsere Politik zu überdenken. Wir sind mit unserer Gruppe älter geworden und die Probleme dieser Gesellschaft wurden mehr statt weniger. Wir nutzen den Beginn dieses vor uns liegenden Jahrzehnts, um unsere politische Praxis auszuweiten und uns weiter zu entwickeln. Hierzu gehört auch ein neuer Name. Aus der Antifaschistischen Aktion Bochum wird non a parole – Antifaschistisches Kollektiv Bochum.
Der italienische Ausdruck „non a parole“ bedeutet übersetzt so viel wie „nicht Worte allein“ bzw. „Nicht das Lippenbekenntnis“. Dieser Name ist angelehnt an Clara Zetkins Worte „Nicht das Lippenbekentnis, nur das Leben und Handeln adelt und erhebt.”
Doch mit einem neuen Namen allein ist es nicht getan, zu unserer Ausrichtung für dieses neue Jahrzehnt gehört auch ein neues Selbstverständnis, das im Folgenden dokumentiert ist.

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