Archiv der Kategorie: Aufrufe / Veranstaltungen

Gedenkkundgebung für die Opfer der Shoah – Nie wieder Faschismus, nie wieder Krieg

 

Am Samstag, 27. Januar, werden verschiedene Bochumer Initiativen in der Innenstadt den Opfer des Nationalsozialismus gedenken. Die Kundgebung beginnt ab 14 Uhr am Husemannplatz. Seit der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz am 27.1.1945 gilt dieses Datum als internationaler Gedenktag.

Antifaschist*innen haben auf Initiative des Bochumer Bündnisses gegen Rechts und der Antifaschistischen Aktion Bochum ein Transparent mit den Namen von mehr als 700 Bochumerinnen und Bochumern gemalt, die in der NS-Zeit ermordert oder in den Tod getrieben wurden. Ab 14 Uhr haben auf dem Husemannplatz in der Bochumer Innenstadt für Passantinnen und Passanten die Möglichkeit, ebenfalls Namen von Bochumer NS-Opfern auf das Transparent zu malen.

Durch das Zeigen des Transparents soll das Ausmaß des Terrors in Bochum deutlich gemacht werden. Die Bochumer Antifaschist*innen an die Opfer erinnern, die mitten aus Bochum verschleppt und ermordet wurden.

Im Rahmen der Kundgebung sollen deshalb auch die Namen und die letzten bekannten Wohnorte der Opfer verlesen werden.
Die Aktion richtet den Fokus aber nicht nur auf die Vergangenheit. Auch heute noch – dreiundsiebzig Jahre später – wird von Menschen mit rechter Gesinnung Stimmung gegen bestimmte Kulturen und/oder Religionen gemacht. Wir lassen nicht zu, dass rechtes Gedankengut weiterhin Gehör findet, sondern treten offen für eine Gesellschaft ohne Diskriminierung und Unterdrückung ein.

Im Anschluss an die Namenslesung ab ca. 15 Uhr findet am ehemaligen Standort der Bochumer Synagoge auf dem Dr. Ruer-Platz noch eine Kundgebung der Sozialistischen Deutschen Arbeiterjugend (SDAJ) statt.

Bochumer Antifaschist*innen, Januar 2018

Antifa Café am 24.01.18: Antiziganismus – Gestern und Heute

In der Veranstaltung sollen zunächst die aktuelle Erscheinungsformen, die sich gegen Roma, bzw. sogenannte “Zigeuner*innen” richtende Ausgrenzungsstrategien in den Blick genommen werden.

Einen weiteren Schwerpunkt des Vortrages bildet die Darstellung der historischen Diskriminierung von “Zigeuner*innen” in Deutschland -besonderer Focus hierbei auf Bochum und Wattenscheid- beginnend im 15. Jahrhundert bis hin zur NS-Verfolgungspraxis.

Desweiteren sollen Parallelen und Unterschiede von antiziganistischen und antisemitischen Projektionen dargestellt werden.

Offenes Antifa Café Bochum und Freiraum e.V.

Mittwoch, den 24.01.2018, ab 18:30 Uhr im Sozialen Zentrum Bochum, Josephstr.2

Nach Vortrag und Diskussion gibt es vegane Küche für alle.

Antifa Café am 10.01.18: Medizin im Nationalsozialismus

Mehr als 300 000 Zwangssterilisationen und mehr als 160 000 Morde im Rahmen der „Euthanasie“ Aktionen. Begangen von Ärzten und PflegerInnen. Selektion an den Laderampen der Konzentrationslager. Menschenversuche.

Ärzte waren nicht nur Mitläufer, sondern schufen mit ihren Versuchen die Grundlagen für den späteren Massenmord durch Gas.

Ärzte waren auch Opfer. Etwa 9000 jüdische Ärzte wurden beraubt, entehrt, vertrieben oder getötet. Bis heute fällt es der ÄrztInnenschaft schwer sich mit diesem Teil ihrer Geschichte auseinanderzusetzen.

Neben einem historischen Abriss möchten wir uns mit der Ausarbeitung während der Nürnberger Ärzteprozesse und in den Jahren danach -bis heute- beschäftigen.

Offenes Antifa Café Bochum und Freiraum e.V.

Mittwoch, 10.01.2018, ab 18:30 Uhr im Sozialen Zentrum Bochum, Josephstr.2

Nach Vortrag und Diskussion gibt es vegane Küche für alle.

Antifa Café am 13.12.: Die »Identitäre Bewegung«. Zwischen Social Media Hype und Jugendbewegung der Neuen Rechten

Die »Identitäre Bewegung« ist die jüngste subkulturelle Jugendszene der extremen Rechten in Deutschland. Sie hat im vergangenen Jahr den Sprung aus den Sozialen Netzwerken auf die »Straße« geschafft und ist zunehmend über öffentlich wahrnehmbare Aktionen präsent. Mit ihrem modernen und aktionistischen Auftreten sowie einer zeitgemäßen Sprache gelingt es ihr, völkischen Nationalismus wie Rassismus stilistisch hip zu verpacken und Jugendliche wie junge Erwachsene anzusprechen.
Auch in Bochum hat sich eine lokale Gruppe der »Identitären Bewegung« gebildet, die versucht, ihre extrem rechte Ideologie zu verbreiten. Immer wieder tauchen Aufkleber, Plakate, Flugblätter und Transparente der Gruppe an der Uni und in der Stadt auf.

Bei der Veranstaltung werden wir einen Blick auf die »Identitäre Bewegung«, ihre Handlungsfelder und Aktionsformen werfen. Wir werden schauen, welche menschenverachtenden Weltbilder diese Bewegung vertritt und in welcher Sprache sie diese verpackt. Und was unterscheidet »Identitäre Bewegung« und Neue Rechte eigentlich von anderen Gruppen der extremen Rechten? Natürlich wird es auch Raum für Austausch und Diskussion geben.

Die Veranstaltenden behalten sich vor, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen und Personen, die rechtsextremen Parteien oder Organisationen angehören, der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, den Zutritt zur Veranstaltung zu verwehren oder von dieser auszuschließen.

Beginn wie gewohnt um 18:30 Uhr im Sozialen Zentrum Bochum mit anschließender Küfa.

Offenes Antifa Café Bochum

Antifa Café am 22.11.: Rowdytum und Politik. Fußballfans zwischen DDR und Wende

Als es Anfang Oktober 1989 in Dresden am Hauptbahnhof zu schweren Ausschreitungen zwischen Demonstranten und der Volkspolizei kam, waren auch zahlreiche Anhänger der SG Dynamo Dresden dabei. Auch in Leipzig folgten Fußballfans den Aufruf zu den Montagsdemonstrationen, die das Ende der DDR einläuteten. In den folgenden Monaten implodierte die DDR. Ist die Zeit bis zur Vereinigung zwischen BRD und DDR als friedliche Revolution in die Geschichtsbücher eingegangen, gab der Fußball in den zwei letzten Saisons der DDR-Oberliga ein völlig anderes Bild ab. Hooligangruppen, ausgerüstet mit neonazistischen Devotionalien, dominierten die Kurven und sorgten für gewalttätige Szenen auf den Rängen und um die Stadien herum. Der Fußball im Osten der neu vereinigten Republik hatte ein enormes Gewaltproblem.

Doch woher kamen die gewaltbereiten Jugendlichen, die zuerst zum Fußball gingen und dann in den Innenstädten Jagd auf Migranten oder Linke machten? Die letzten 10 Jahre der DDR veränderten das Bild der Fanszene im Fußball. Besonders junge Männer prägten neue Stilarten, die mitunter politisch auftreten und sich den staatlichen Normvorstellungen abgrenzen wollten.

Welche Ausformungen und Artikulationsformen es vor 1990 existierten und wie sich während der Zeit der Wende sich diese Entwicklung auswirkte, wird in dem Vortrag nachskizziert.

Beginn des Antifa Café wie gewohnt um 18:30 Uhr im Sozialen Zentrum Bochum.
Nach dem Vortrag wird es ebenfalls leckeres, veganes Essen geben.


Offenes Antifa Café Bochum

Antifa Café am 08.11.: Videointerview mit dem Zeitzeugen Simon Gronowski

Am 9.11.7017 jähren sich die Pogrome des Novembers 1938 zum 79. Mal.

Sie markieren den Übergang der gezielten Diskriminierung von Jüdinnen und Juden in Deutschland, hin zur systematischen Verfolgung die im Menschheitsverbrechen der Shoa mündete.

Anlass für uns, das am 8. November stattfindene offene Antifa Café den Erinnerungen von Simon Gronowski zu widmen. Simon war als Elfjähriger im Deportationszug XX auf dem Weg in die sichere Vernichtung, als dieser im April 1943 von drei belgischen Widerstandskämpfern aufgehalten wurde. Durch diesen in seiner Form einzigartig gebliebenen Akt des Widerstandes, konnten einige der deportierten Menschen aus den Waggons fliehen. Ermutigt durch diese selbstlose Aktion gelang noch anderen Deportierten die eigenständige Flucht.

Wir werden an diesem Abend ein Video des Zeitzeugengespräches mit Simon Gronowski anschauen, aufgenommen im Sommer 2013 im Rahmen des Antifa-Camp-Buchenwald.

Simon erzählt über sein Leben vor der Deportation, sein Entkommen aus dem Zug, die anschließende Flucht und sein Leben im Untergrund. Weiter berichtet er über seinen Weg nach 1945 und seine ganz persöniche Auseinandersetzung mit den Täter*innen und deren Kindern. Mit einem eindringlichen Apell zum Einsatz für Gerechtigkeit und Menschlichkeit beschließt er seine Ausführungen.

Wie immer beginnen wir ab 18:30 Uhr.

Nach dem Film gibt es noch leckeres, veganes Essen gegen eine kleine Spende.

Wir freuen uns auf euch

Offenes Antifa Café Bochum

Antifa Café am 25.10.2017 – Demo 1×1 und Ende Gelände

Erst vergangen Mittwoch hat das Antifa Café stattgefunden und war durchaus gut besucht. Nun steht aber schon bald das nächste Café vor der Tür.

Was muss ich beachten, wenn ich an einer Demo teilnehme und wie verhalte ich mich in einer Blockade?

Was passiert bei Ende Gelände in Bonn?

Diese und weitere Fragen wollen wir beim kommenden Antifa-Café beantworten.

Dazu wollen wir euch zunächst ab 19:00 Uhr die Aktionen rund um die 23. Klimakonferenz vorstellen. Dieses Mal wird es im Hinblick darauf besonders brisant, da erstmals mit den Fiji Inseln ein Staat Ausrichterin ist, welche in einigen Jahren vom ansteigenden Meeresspiegel verschluckt wird, aus finanziellen Gründen wird der Gipfel aber in Bonn ausgerichtet.
Pikant dabei: Der Gipfel findet 50km entfernt von der größten CO2 Quelle Europas statt. Das und Mehr erfahrt ihr dann…

Anschließend gibt es um 20:00 Uhr den Vortrag „Demo 1×1“, welcher sich mit Demos im Allgemeinen, Demostrategien und Versammlungsrecht, aber auch dem Umgang mit unerwarteten oder belastenden Situationen auf Aktionen beschäftigen wird.

Ihr seid natürlich eingeladen, danach noch ein paar Getränke mit uns zu trinken und die geplante KüFa gegen Spende zu verspeisen :)

Wir freuen uns auf euch!

Wann: 25.10.2017

Ort: Soziales Zentrum Bochum

Beginn: 18:30 Uhr

 

Offenes Antifa Café Bochum

Diskussion über die Entwicklung der AfD

Unsere Freund*innen vom AntifaCafé laden am Mittwoch wieder zu einem Vortrag im SZ Bochum. Im Ankündigungstext heißt es:

Am Mittwoch findet ein Input Vortrag zur AfD im Antifa-Café statt. Danach folgt wie gewohnt eine Diskussionsrunde.

Vor vier Jahren wollte noch kein Mensch diese Partei ernst nehmen, doch jetzt sitzt die AfD im Bundestag. Anfangs wurden die Mitglieder als unrealistische Kritiker der Europäischen Union wahrgenommen und verlacht. Doch nicht erst seit dem Wahlkampf vor der Bundestagswahl hat die Partei durch ihre nationalistischen, rassistischen und sexistischen Äußerungen und Forderungen die in der Politik diskutierten Themen immer weiter nach rechts verschoben. Im nächsten offenen Antifa-Café schauen wir genauer auf die Entwicklung der AfD von einer nicht ernstzunehmenden Elite-Partei zu hoffähigen Rechtspopulisten. Wir wollen mit euch mehr über die AfD erfahren und diskutieren.

Wie immer gibt es köstliche Speisen gegen Spende.

Wann: Mittwoch, den 11.10.2017
Beginn: 18:30 Uhr
Ort: Soziale Zentrum Bochum

Offenes Antifa Café Bochum

Eine harte Zeit liegt vor uns

Unsere Freund*innen vom Offenen AntifaCafé Bochum laden zum AntifaCafé-Plenum-Grillen. Dazu schreiben sie:

Der Einzug der rassistischen und nationalistischen AfD in den Bundestag war seit Monaten, vielleicht seit Jahren gewiss. Die fast 13% Stimmenanteil sind dementsprechend ein Warnsignal, denn durch den jetzigen Wahlerfolg wird der gesellschaftliche Rechtsruck der letzten Jahre parlamentarisch manifestiert.
In den nächsten Jahren wird die AfD im Bundestag genug Zeit und Freiraum haben, ihre menschenverachtende, rassistische, antisemitische, patriachale, marktradikale und nationalistische Politik auf’s Bundestagsparkett zu erbrechen.
Beispiele gibt es schon jetzt zu genüge: Ehrung von deutschen Wehrmachtssoldaten, Nichtanerkennung des Existenzrechts Israels, eine „erinnerungspolitische Wende um 180 Grad“. Was vor einigen Jahren nur auf Aufmärschen von Neonazis zu hören war, wird nun voraussichtlich im Bundestag auf der Tagesordnung zu finden sein.

Der Feind steht links?

Die Arbeit gegen solcherlei Strömungen, gegen Rechtsradikalismus und für eine freie Gesellschaft wird in Zukunft erschwert werden, schon jetzt beweist die AfD im NRW-Landtag, wo sie den politischen Feind sieht: links der SPD. In eben jenes Horn stößt auch die FDP Bochum, die Anfragen zu so genannten „linksextremistischen Zentren“ im Stadtrat stellt. Es ist nicht verwunderlich, dass ein paar brennende Bonzenkarren mehr Aufmerksamkeit auf sich ziehen, als mordende Nazihorden.
Mit der kommenden Legislaturperiode beginnt für die radikale Linke, sowie für alle freiheitsliebenden Menschen eine harte Zeit, schlimmer als die Partei eines rassistichen und faschistischen Thomas de Maizière, schlimmer als der bisherige Rechtsruck der großen Parteien. Wurden in den letzten vier Jahren Abschiebungen nach Afghanistan durchgeführt, gewalttätige Polizist*innen geschützt und ein Klima des Nationalismus in allen Parteien geschürt, wird es in den nächsten Jahren nicht besser werden: die CDU hat bereits angekündigt, „die rechte Flanke“ zu schließen.

Widerstand von unten

Die Lage ist ernst, aber nicht hoffnungslos; linke Politik hat eine Zukunft. Doch geben wir uns nicht dem Glauben hin, diese Politik müsse von einem – bestenfalls – linksliberalen Parlament ausgehen. Als autonome Antifaschist*innen und Antirassist*innen werden wir Widerstand einer starken, linken außerparlamentarischen Opposition bauen!
Wenn der rechte Polit-Mob Menschen abschieben will, werden wir dies blockieren!
Wenn Mittel für antirassistische (Jugend-)Bildung gekürzt werden sollen, bilden wir uns und andere selbstständig!
Wenn soziokulturelle Zentren geschlossen werden, besetzen wir Häuser!
Wenn Nazis angreifen, sorgen wir dafür, dass sie es nie wieder tun!
Du fühlst dich angesprochen? Du willst gemeinsam mit uns gegen die kommenden Zustände aktiv werden?
Dann komm am Mittwoch, den 27.09.2017 ab 18:30 Uhr ins Sozialen Zentrum Bochum.
Bei gemeinsamem Grillen ist Zeit und Platz, sich mit Gleichgesinnten auszutauschen und nette Leute kennen zu lernen. Außerdem habt ihr die Chance, euch aktiv in die Gestaltung des AntifaCafés einzubringen.
Das ganze ist BYOG = Bring your own Grillzeug.

Wir freuen uns auf euch!

Offenes AntifaCafé Bochum

Vortrag und Diskussion: Die „Identitäre Bewegung“

Zwischen Social Media Hype und Jugendbewegung der Neuen Rechten

Die »Identitäre Bewegung« ist die jüngste subkulturelle Jugendszene der extremen Rechten in Deutschland. Sie hat im vergangenen Jahr den Sprung aus den Sozialen Netzwerken auf die »Straße« geschafft und ist zunehmend über öffentlich wahrnehmbare Aktionen präsent. Mit ihrem modernen und aktionistischen Auftreten sowie einer zeitgemäßen Sprache gelingt es ihr, völkischen Nationalismus wie Rassismus stilistisch hip zu verpacken und Jugendliche wie junge Erwachsene anzusprechen. Auch in Bochum hat sich eine lokale Gruppe der »Identitären Bewegung« gebildet, die versucht, ihre extrem rechte Ideologie zu verbreiten. Wir werfen einen Blick auf die »Identitäre Bewegung«, ihre Handlungsfelder und Aktionsformen. Was unterscheidet »Identitäre Bewegung« und Neue Rechte eigentlich von anderen Gruppen der extremen Rechten? Auch Raum für Austausch und Diskussion wird es geben.

Dienstag, den 26.09.2017 um 20.00Uhr in der Goldkante (Alte Hattingerstr. 22, 44789 Bochum)

Die Veranstaltung wird von der Antifaschistischen Linken Bochum und der Goldkante organisiert.

Nazis und Rassist*innen müssen natürlich draußen bleiben.