Kurzübersicht zum 1. Mai 2015

Auch 2015 versuchen die Nazis den 1. Mai als traditionellen Kampftag der Arbeiter*innenbewegung für ihre rassistische Hetze zu missbrauchen. Im Folgenden findet ihr eine kurze Übersicht rechter Aufmärsche in der Region:

1. Mai Nazifrei

Raus auf die Straße, der 1. Mai gehört uns!

Die NRW-NPD mobilisiert ihre versprengten Anhänger*innen am 1. Mai nach Mönchengladbach. Hierfür tourt sie seit einigen Tagen durchs Land um Mini-Kundgebungen mit dem Berliner Nazi-Werbetruck abzuhalten. Am heutigen Donnerstag, 30. April, soll dieses „Flaggschiff“ der NPD um 12.30 Uhr auf dem Bochumer Husemannplatz und um 15.00 Uhr auf dem Wattenscheider August-Bebel Platz anlegen. Zeigen wir Claus Cremer und seiner Grukentruppe, dass Bochum ein hartes Pflaster für sie bleibt!

Die experimentierfreudige Nazipartei „Die Rechte“ um Jura-Student Michael Brück hält den Ort ihres 1. Mai Aufmarschs bisher geheim. Lediglich Treffpunkte in Dortmund und Köln kündigt sie an, um Proteste zu erschweren. Die Polizei macht sich einmal mehr zur Erfüllungsgehilfin der Faschisten und lässt sich auf die Nazi-Schnitzeljagd ein. Als Aufmarsch-Orte werden Essen-Kray und Duisburg-Hochfeld gehandelt. Um den Nazis entgegenzutreten hat sich das Blockade-Bündnis „G-E-Blockt“ gegründet, dem auch Bochumer Gruppen angehören. Diese organisieren einen offenen Anreisetreffpunkt um 16.15 Uhr der Hinterausgang des Bochumer Hauptbahnhofs.

Am Rande sei noch die rassistische Kleinstpartei Pro-NRW erwähnt, die angekündigt hat am 1. Mai in Oberhausen/Mülheim auflaufen zu wollen.

129 Jahre erster Mai: Solidarisch, widerständig, antifaschistisch!

Bei aller Notwendigkeit den Nazis den Tag zu vermiesen wird es am 1. Mai verschiedene linksradikale Demos geben. Erstmals findet in Dortmund eine anarchistische 1. Mai Demo statt, um auch eigene Inhalte auf die Straße zu tragen. Der traditionelle autonome 1. Mai in Wuppertal ist in diesem Jahr von besonderer Bedeutung. Im Kontext des Messerangriffes durch HoGeSa-Anhänger vor drei Wochen auf einen Genossen, der sich nach wie vor in künstlichem Koma befindet wünschen wir uns eine solidarische und kraftvolle Demo!

Egal in welcher Stadt: Raus auf die Straße, der 1. Mai gehört uns!