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Bochumer Geschichte(n) – Eine Veranstaltungsreihe zur autonomen Bewegung in Bochum

Veranstaltungsreihe Bochumer Geschichten

Die wilden 80er Jahre waren geprägt von einer Aufbruchstimmung: In Bochum fand sich eine Vielzahl an Menschen zusammen, die alle einen gemeinsamen Traum hatten: Den Traum von der großen Freiheit und einem anderen Leben.
Sie besetzten Häuser, ganze Straßenzüge und gründeten mit ihren Genoss*innen Arbeitskooperativen.
Was trieb die Menschen damals an? Welche Themen dominierten ihre Kämpfe? Wie haben sie sich organisiert? Und wie beurteilen sie die heutige Lage der radikalen Linken? Gemeinsam wollen wir in einen Dialog treten. Damit wollen wir den Austausch von Erfahrungen über politische Kämpfe fördern und von den gemeinschaftlich errungenen, individuellen Erkenntnissen profitieren. Denn unsere Geschichte schreiben wir selbst und wir müssen sie auch selbst pflegen.


Bewegte Zeiten in Bochum

Donnerstag, 19. Dezember 2019 I 19 Uhr
Provisorium, Dorstener Straße 17

Bochum zwischen Häuserkampf und Fabrikbesetzungen:
Autonome Geschichten aus einem urbanen Raum der frühen 80ziger Jahre. Die Schlagworte Bo-Fabrik, Hermannshöhe, Diekampstraße oder Sommerfabrik sind heute nicht mehr vielen bekannt, stehen jedoch für die Aufbruchsstimmung dieser Zeit in Bochum. Zum Auftakt der Veranstaltungsreihe berichten und diskutieren Zeitzeug*innen mit euch über Gestern und Heute, über Träume und Perspektiven.

Film: Hausbesetzung der Herner 131 im Jahr 2017
Freitag, 10. Januar 2020 | 19 Uhr
Provisorium, Dorstener Straße 17

Im Jahr 2017 wurde in Bochum-Hamme ein Haus besetzt. Die Herner Straße 131 wurde für mehrere Wochen zum zentralen Anlaufpunkt für die alternative und linke Bewegung in Bochum. Der Film gibt Einblicke in die Motivation der Hausbesetzer*innen und zeigt eine Momentaufnahme des Häuserkampfes in unserer Stadt. Im Anschluss an den Film könnt ihr im Rahmen des Soli- Tresens Rambazambar das ein oder andere Bierchen trinken.

Widerstand statt Abbruch – Der Kampf gegen die Abbruchpolitik der SPD und für ein selbstbestimmtes, alternatives Leben in den 80ern
15.Januar 2020 | 19Uhr
Provisorium, Dorstener Straße 17

Nach einem ersten Einblick in die Besetzungen der Fabriken in Bochum im Dezember wollen wir unseren Blick weiten. Die frühen 80er waren in Bochum eine turbulente Zeit: Der harte Kampf um das autonome Kulturzentrum „BO-Fabrik“ und die Besetzung des Heusnerviertels, §129a Verfahren, die Verbindungen zur Hamburger Hafenstrasse und zur Besetzerszene Berlins waren die Highlights der linken Bochumer Szene. War früher alles besser? Nö! Aber vieles war anders! Wir begeben uns mit Aktivist*innen von damals auf den schmalen Grat zwischen „Opa, erzähl mal von früher“ und politischer Analyse.

Zusammen kämpfen und handeln: Kollektivbetriebe in Bochum
17. Februar 2020 | 19 Uhr
Provisorium, Dorstener Straße 17

Anfang der 80er kam es auch in Bochum zur Gründung einiger selbstverwalteter Betriebe.
Am Beispiel des Fahrradladens (heute „Fahrradladen balance“ im Bermudadreieck), möchten wir über typische Gründungssgeschichten, die ideologische und ökonomische Entwicklung und klassische Fallstricke von Kollektivbetrieben diskutieren…und was es davon heute noch übrig geblieben ist.

Eine Veranstaltungsreihe der Antifaschistischen Linken Bochum